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Kennzeichnung von Pferden

Kennzeichnung und Identifizierung von Equiden

(insbesondere Pferde, Ponys und Esel)

 

Folgende Equiden müssen mit einem Pferdepass und einem elektronisch auslesbaren Transponder ausgestattet sein:

  • alle nach dem 1. Juli 2009 geborenen Equiden sowie
  • alle vor dem 1. Juli 2009 geborenen Equiden ohne Pferdepass.

Alle vor dem 1. Juli 2009 geborenen Equiden, die bereits einen gültigen Pferdepass besitzen, brauchen nicht nachträglich mit einem Transponder gekennzeichnet zu werden (es sei denn, sie sollen als Turnierpferd eingetragen werden).

Verantwortlich für die Meldung bzw. Kennzeichnung des Pferdes ist der Halter (nicht der Besitzer/Eigentümer). Der Halter ist derjenige, der für die Haltung des Equiden verantwortlich ist, unabhängig von den Besitzverhältnissen (z. B. auch der Besitzer eines Pensionsstalles). In Pensionspferdebetrieben sind die Pferdepässe vom Halter der Pferde zu verwahren. Er ist auch dafür verantwortlich, Besitzerwechsel an die zuständige Stelle (z. B. FN) zu melden.

Wo bekommt man den Transponder und den Pass?

Voraussetzung für die Beantragung des Transponders ist eine Registriernummer, die von der Tierseuchenkasse Münster erteilt wird. Sofern der Equidenhalter seine Tierhaltung noch nicht bei der Tierseuchenkasse Münster gemeldet hat, ist die Meldung vorzunehmen. Nach Erhalt der Registriernummer kann der Transponder bei der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) beantragt werden. Der Transponder wird dabei mit einem vorgedruckten Antragsformular für die Ausstellung eines Equidenpasses geliefert.

Wer darf den Transponder setzen?

Die Implantation eines Transponders darf nur von sachkundigen und erfahrenen Personen durchgeführt werden, und zwar von:

  • Tierärzten
  • von einer unter der Aufsicht eines Tierarztes stehenden Person oder
  • einer sachkundigen Person, die durch eine anerkannte Züchtervereinigung benannt worden ist.

Kennzeichnung der Equiden

Der Equidenhalter hat die Kennzeichnung eines Tieres unter Angabe bestimmter Informationen (u. a. Transpondernummer, Geschlecht, Farbe, Geburtsdatum, Lebensmittelstatus, Registriernummer, Angaben zum Besitzer) unverzüglich der beauftragten Stelle anzuzeigen. Praktisch erfolgt dies in einem Arbeitsgang mit dem Antrag auf Ausstellung eines Equidenpasses. Die ausgebende Stelle übernimmt auch die Meldung an die Zentrale Datenbank des HI-Tier (Herkunftssicherungs- und Informationssystem Tier).

Beauftragte Stelle

  • für registrierte Equiden bei der Fohlenregistrierung: zuständiger Zuchtverband
  • für registrierte Equiden, die bei einer internationalen Vereinigung registriert werden sollen (z. B. Wettkämpfe, Rennen): Deutsche Reiterliche Vereinigung
  • sonstige Equiden (nicht registrierte Zucht- und Nutzequiden): Deutsche Reiterliche Vereinigung

Wann hat die Kennzeichnung mit dem Transponder zu erfolgen?

Die Kennzeichnung bzw. Identifizierung eines Fohlen hat spätestens am 31. Dezember des Geburtsjahres oder ein halbes Jahr nach der Geburt zu erfolgen, je nachdem, welche Frist später abläuft.

Erklärung zur Zweckbestimmung des Pferdes

Im Anhang des Equidenpasses erklärt der Tierhalter sein Pferd zu einem

- Schlachttier (Lebensmittel lieferndes Tier) oder

- Nicht-Schlachttier.

Ein als Nicht-Schlachttier eingestuftes Tier gilt als nicht Lebensmittel lieferndes Tier unwiderruflich lebenslang und damit auch bei jedem Halterwechsel. Ein als Schlachttier ausgewiesenes Tier kann zu einem späteren Zeitpunkt zum Nicht-Schlachttier bestimmt werden.

 

 

Weitergehende Informationen sind dem Informationsblatt der Deutschen Reiterlichen Vereinigung zu entnehmen, das als Download zur Verfügung steht.

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