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Verbringen / Importieren von Hunden zur Abgabe bzw. Vermittlung an Dritte

Der Import von Hunden aus einem Drittland wie z. B. der Türkei oder das Verbringen aus dem EU-Ausland nach Deutschland mit dem Ziel der Abgabe bzw. Vermittlung an Dritte erfreut sich sowohl bei Tierschutzorganisationen als auch bei privaten Tierschützern zunehmender Beliebtheit. Dabei sollen der Tierschutz und die Verringerung des "Tierelends" im Herkunftsland im Vordergrund stehen. Neben der guten Absicht, einen Hund in "liebevolle" Hände zu vermitteln, werden immer wieder unseriöse Hundehändler auffällig, welche unter dem "Deckmantel des Tierschutzes" ein lukratives Geschäft entdeckt haben.

Im Hinblick auf eine "gute Absicht" im Sinne des Tierschutzes zum Wohle des Tieres sollte aber auch nicht außer Acht gelassen werden, dass durch das Verbringen von Hunden, insbesondere aus Südeuropa, ein nicht unerhebliches Gesundheitsrisiko für unsere heimischen Hunde und auch den Mensch hinsichtlich Erkrankungen besteht, die in unseren Breitengraden nicht oder kaum heimisch sind und z.T. trotz aufwendiger und längerer Behandlung nicht zur Heilung und mit schweren systematischen Erkrankungen einher gehen können. Es sind chronische Erkrankungen wie beispielsweise die Leishmaniose und Babesiose, und infizierte, z.T. klinisch unauffällige Hunde gelten als wichtigstes Reservoir für die Verbreitung des Erregers. Die Leishmaniose ist auch auf den Mensch übertragbar.

Seit dem 01.08.2014 besteht durch Änderung des Tierschutzgesetzes eine Erlaubnispflicht für das Verbringen, Importieren und Vermitteln von Hunden mit dem Ziel der Abgabe an Dritte. Die Erlaubnis ist an eine Vielzahl tierschutzrechtlicher Forderungen geknüpft und bedarf nach Antragstellung einer umfangreichen Prüfung.

Erlaubnispflichtig sind alle Vereine, aber auch Privatpersonen, die eine oben beschriebene Tätigkeit ausüben wollen, auch dann, wenn es sich bei der Tätigkeit um eine "reine" Vermittlung der Hunde handelt (ohne Ausnahme von Hunden).

Flugpaten, welche im Auftrag der Vereine oder Privatpersonen Hunde aus dem Urlaub einführen oder verbringen und keine weiteren, damit zusammenhängende Tätigkeiten wie z. B. den Transport zum / vom Flughafen ausüben, fallen nicht unter die Erlaubnispflicht. Sie haben jedoch sicher zu stellen, dass ihr Auftraggeber im Besitz einer solchen Erlaubnis ist.

 

Grundsätzlich gilt zu beachten:

1) Hunde ohne gültige Tollwutimpfung (1. Impfung mit frühestens der 12. Lebenswoche + 21 Tage Wartezeit) dürfen nicht verbracht oder importiert werden. Hier bestehen nach dem neuen Recht keine Ausnahmen mehr!

 

2) Hunde dürfen nur aus gelisteten Drittländer importiert werden.

 

Weitere Detailinformationen zur Erlaubnispflicht und dem Antragsverfahren erhalten Sie bei Ihrer Ansprechpartnerin.

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