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Kontakt

Niederrheinisches Freilichtmuseum

Am Freilichtmuseum 1
(Hilfsnavigation: Stadionstraße 145)

47929 Grefrath

Tel.: 02158 9173 - 0
Fax: 02158 9173 - 16

freilichtmuseum@kreis-viersen.de

 

Öffnungszeiten:
täglich außer montags
April bis Oktober: 10 bis 18 Uhr
November bis März: 10 bis 16 Uhr

Ostermontag und Pfingstmontag geöffnet, Karfreitag sowie am 24., 25. und 31. Dezember geschlossen

Bitte beachten Sie ggf. abweichende Öffnungszeiten bei Veranstaltungen. Informationen finden Sie unter dem Menüpunkt Aktuell.

Sonderausstellungen

Das Prinzip Baukasten - Vom Holzklotz zum Plastikstein

3. Juli bis 2. Oktober 2016

Aus Bausteinen zusammengesetzte Burg.

Illustration: Magnus Siemens

Seit seiner Erfindung Ende des 18. Jahrhunderts hat der Baukasten nichts von seiner Faszination verloren. Waren die Kästen zunächst mit Bauelementen aus Holz und Stein bestückt, erschienen Anfang des 20. Jahrhunderts auch Metallbaukästen. Deren Bauteile erreichten aufgrund der festen Verbindung mittels Schrauben und Muttern eine Stabilität, die bei ihren hölzernen und steinernen Vorgänger nichtgegeben war. Etwa seit 1950 beinhalten Baukästen vor allem Bauelemente aus Kunststoff, die mit Hilfe von Stecksystemen miteinander verbunden werden.

Die Studioausstellung „Das Prinzip Baukasten - Vom Holzklotz zum Plastikstein" zeigt in Ergänzung zum Spielzeugmuseum des Niederrheinischen Freilichtmuseums eine kleine Geschichte dieses Spielmittels. Zu sehen sind zahlreiche bisher im Museumsdepotgehütete Baukästen: prominente Vertreter wie der Anker-Steinbaukasten oder der Metallbaukasten der Firma Märklin ebenso wie weniger bekannte Systeme namens „Construction" oder „Plasticant". Gefördert wird die Ausstellung von der Stiftung Lore und Wolfgang Hoffmann für Spielzeug- und Kindheitsforschung.

 

"Da selbsten ein Anfang zu brennen gemacht"
Aberglaube und Hexenwahn am Niederrhein

6. März bis 5. Juni 2016

Blick in die Ausstellung. Im Vordergrund ist ein Schädel eines Pestopfers zu sehen.
Foto: © Grafschafter Museum Moers.

Schon Antike und Mittelalter kannten die Vorstellung von Zauberern und Zauberinnen. Doch erst die Neuzeit prägte eine Hexenlehre aus, die sich seit Mitte des 15. Jahrhunderts verbreitete: Es ging jetzt um Teufelspakt,Teufelsbuhlschaft, Hexensabbat, Hexenflug und Schadenzauber. Das 1486/87 durch den päpstlichen Inquisitor Heinrich Kramer veröffentlichte Werk Malleus maleficarum („Hexenhammer“) führte auch am Niederrhein zu einer vermehrten Anzahl von Hexenprozessen. Lange glaubte man, dass der Niederrhein mit Ausnahme des Kurfürstentums Köln - dem Zentrum der Hexenverfolgung im Alten Reich - von den Exzessen der Hexenverfolgung weitgehend verschont geblieben wäre. Doch neuere Forschungen zeigen, dass auch in den übrigen niederrheinischen Herrschaftsgebieten zahlreicheHexenverfolgungen stattfanden.

Die vom Grafschafter Museum im Moerser Schloss konzipierte Ausstellung „Da selbsten ein Anfang zu brennen gemacht. Aberglaube und Hexenwahn am Niederrhein“ gewährt einen detaillierten Einblick in die Hexenverfolgung am Niederrhein zwischen dem 15. und 18. Jahrhundert. Dabei werden die Entwicklung der frühneuzeitlichen Hexenlehre, die Abläufe der peinlichen Befragungen und der Hexenprozesse, die Hinrichtungen der Angeklagten sowie zahlreiche Einzelschicksale beschuldigter Frauen und Männer thematisiert.

 

Kalte Tage, raue Nächte
Winterbräuche am Niederrhein

5. November 2015 bis 7. Februar 2016

Plakat zur Studioausstellung "Kalte Tage, raue Nächte" im Niederrheinischen Freilichtmuseum

Der Laternenumzug zu St. Martin, das weihnachtliche Schmücken der Wohnung oder das Feuerwerk zu Silvester: wir alle verbinden mit der Winterzeit zahlreiche Bräuche und Gepflogenheiten. Am Leben erhalten werden diese durch die Menschen, die sie über Generationen hinweg weitergeben. Dies geschieht ganz persönlich im Kreise der Familie und Freunde, aber auch öffentlich in Form von Vereinen. Immer wieder kommt es aber auch vor, dass ein Brauch nicht mehr aktiv gepflegt wird. Dann bleibt er im besten Falle in Form mündlicher oder schriftlicher Überlieferungen erhalten oder er geht verloren.

Der vom Niederrheinischen Freilichtmuseum hergestellte, etwa halbstündige Interviewfilm "Kalte Tage, raue Nächte. Winterbräuche am Niederrhein" dokumentiert, wie unterschiedliche Winterbräuche am Niederrhein gepflegt werden und wurden. Zu Wort kommen von der Professorin bis zum Schulkind Menschen aus der Region, die sich als Experten für "ihren" Brauch erwiesen haben. Ergänzt werden die Interviews durch Foto- und Filmaufnahmen, die einen Einblick in die aktive Pflege der behandelten Winterbräuche erlauben.

Der Film wird bis zum 7. Februar 2016 täglich im Eingangsgebäude des Museums vorgeführt. Außerdem ist er im Museumsshop für 4,50 Euro käuflich zu erwerben.

 

Busy Girl
Barbie macht Karriere

11. Oktober 2015 bis 31. Januar 2016

Zwei Barbiepuppen in Piloten- und Stewardessenuniform mit Accesoires

Die Barbiepuppe ist bis heute eines der meistverkauften Spielzeuge weltweit. Die Blondine und ihre Freunde sind dabei nicht unumstritten. Ein häufig vorgebrachter Vorwurf lautet, dass Barbie sich weiblicher Rollenklischees bediene und dadurch eine falsche Identifikationsfigur für junge Mädchen darstelle.

Tatsächlich nahm die Barbiepuppe im Laufe ihrer über 50-jährigen Geschichte aber auch eine Vorreiterstellung ein. Im Laufe der Jahre war sie nicht nur ein Model zum Kleiderwechseln und Spielen, sondern wurde immer wieder in neuen Berufsbildern auf den Spielzeugmarkt gebracht, welche zu dieser Zeit oft nicht dem gesellschaftlichen Frauenbild entsprachen. Ob Ärztin oder Astronautin, Paläontologin oder Präsidentin, Lehrerin oder Rockstar - das Angebot war vielfältig.

Die Ausstellung "Busy Girl - Barbie macht Karriere" zeigt die Entwicklung der Puppe von der deutschen Bild-Lilly zur weltweit vermarkteten Barbie und nimmt dabei auch gesellschaftspolitische Entwicklungen in den Focus. Die Ausstellung wurde von den Sammlerinnen Bettina Dorfmann und Karin Schrey konzipiert und zeigt viele Stücke aus ihrem Privatbesitz, die es als weltgrößte Sammlung sogar ins "Guinnessbuch der Rekorde" geschafft haben.

 

Kopfsache
Zur Kulturgeschichte der Haare

8. März bis 31. Mai 2015

Gemälde eines jungen Mädchens, das sich an einem Waschtisch die Haare flechtet
Foto: © Wikimedia Commons.

Haare spielen in unserem Leben eine wichtige Rolle. Sie markieren die Zugehörigkeit zu einer gesellschaftlichen oder religiösen Gruppe, demonstrieren Normen und Werte einer Gemeinschaft sowie die Individualität des Einzelnen. Als fester Bestandteil des Körpers sind Haare auf vielfältige Weise in Länge, Form und Farbe wandelbar und auf dem Kopf für jeden sichtbar, schnell als soziales Zeichen zu erkennen.

Die Ausstellung "Kopfsache" thematisiert die unterschiedlichsten Funktionen der Haare in der Geschichte, in Religionen und Erzählungen, aber auch ihre historische Bedeutung als Statussymbol oder Herrschaftszeichen. Darüber hinaus wird die Geschichte der Frisur als Modeobjekt und politisches Statement behandelt, die "Pilzköpfe", "langhaarige Hippies" und "Skinheads" hervorbrachte.

Zur Ausstellung ist ein Katalog erschienen, der zum Preis von 5,95 Euro erhältlich ist.