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Herkunftssprachlicher Unterricht (HSU)

Was und für wen ist HSU?

Der herkunftssprachliche Unterricht ist ein Angebot für Schülerinnen und Schüler, die zweisprachig aufwachsen. Für die Kinder und Jugendlichen mit Zuwanderungsgeschichte sind die mitgebrachten Herkunftssprachen und die Kultur der Herkunftsländer Teil ihrer Identität. Überdies ist Mehrsprachigkeit ein kultureller Reichtum in einer immer stärker zusammenwachsenden Welt. Eine gesicherte Mehrsprachigkeit bietet daher auch zusätzliche Chancen für das Berufsleben.

Darum wird durch das Land Nordrhein-Westfalen an den allgemeinbildenden Schulen Unterricht in den am meisten gesprochenen Herkunftssprachen angeboten.

Für den herkunftssprachlichen Unterricht gelten folgende Vorgaben:

  • Die Größen der Lerngruppen wurden auf die Mindestwerte für die Klassenbildung festgesetzt – in der Primarstufe sind das 15 Schülerinnen und Schüler, in der Sekundarstufe I 18 Schülerinnen und Schüler.
  • Die Lehrpläne für den herkunftssprachlichen Unterricht bestimmen verbindliche sprachliche Lernziele.
  • Am Ende des Besuchs des herkunftssprachlichen Unterrichts nach Klasse 9 oder 10 steht eine Sprachprüfung. Diese besteht aus einem schriftlichen und einem mündlichen Teil und bewertet sprachliche wie soziokulturelle Fähigkeiten, die im Unterricht erworben wurden.

Weitere Fragen und Antworten sowie den Erlass zum herkunftssprachlichen Unterricht finden Sie auf der Seite des Schulministeriums.

In welchen Sprachen wird HSU angeboten?

Im Kreis Viersen gibt es HSU derzeit in den Sprachen Albanisch, Arabisch, Griechisch, Italienisch, Polnisch, Portugiesisch, Russisch, Spanisch und Türkisch. Der Unterricht findet nachmittags an verschiedenen Schulen innerhalb des Kreises Viersen statt. Zurzeit nehmen im Kreis Viersen am herkunftssprachlichen Unterricht in den verschiedenen Sprachen ca. 1.350 Schüler teil.

Eine Übersicht über die angebotenen Sprachen finden Sie hier.

Wie kann ich mein Kind zum HSU anmelden?

Ihr Kind können Sie zum HSU über ein Formular anmelden, das Sie in der Schule Ihres Kindes oder hier (Link zum Anmeldeformular) erhalten und auch in der Schule wieder abgeben. Die Anmeldung zum kommenden Schuljahr ist jeweils bis Anfang März jeden Jahres möglich. Die Anmeldung gilt für die gesamte Zeit des Schulbesuchs in der Grundschule. Wechselt Ihr Kind auf die weiterführende Schule, ist eine erneute Anmeldung erforderlich, die dann ebenfalls für die gesamte Zeit in der weiterführenden Schule gilt.

Wenn Sie nicht mehr möchten, dass Ihr Kind am HSU teilnimmt, müssen Sie es rechtzeitig gegen Ende des laufenden Schuljahres für das kommende Schuljahr abmelden. Eine Beendigung der Teilnahme ist während des Schuljahres nicht möglich.

Sprachprüfungen

1. Sprachprüfung

Am Ende ihres Bildungsganges in der Sekundarstufe I legen die Schülerinnen und Schüler eine Sprachprüfung auf der Anspruchsebene des angestrebten Abschlusses ab. Das Ergebnis der Prüfung wird im Abschlusszeugnis bescheinigt. Dabei kann eine mindestens gute Leistung in der Sprachprüfung eine mangelhafte Leistung in einer Fremdsprache ausgleichen.

2. Feststellungsprüfung

Schülerinnen und Schüler, die die Sekundarstufe I nicht von Beginn an besucht haben (Seiteneinsteiger), können zum Erwerb von Abschlüssen in der Sekundarstufe I an einer Feststellungsprüfung teilnehmen. Das Ergebnis dieser Prüfung tritt an die Stelle der Note in einer Fremdsprache.

Weitere Fragen und Antworten zur Feststellungsprüfung finden Sie auf der Seite des Schulministeriums.

 

Downloads (Merkblätter, Formulare etc.)

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Anmeldeformular Herkunftssprachlicher Unterricht (HSU) 474 KB