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Jugendwerkstätten


Heranwachsende, die sich nach der Schule nicht sicher sind, wohin die berufliche Reise gehen soll, sind in den Jugendwerkstätten des Kreises Viersen gut aufgehoben. "Unsere Zielgruppe sind Jugendliche und junge Erwachsene ohne Arbeit, die ihre Vollzeitschulpflicht erfüllt haben", sagt Lothar Thorissen, Leiter des Amtes für Schulen, Jugend und Familie Kreis Viersen und zuständig für die Werkstätten in Kempen und Brüggen. "In beiden Einrichtungen sind noch Plätze frei." Das Angebot der Werkstätten wird insbesondere von jungen Leuten genutzt, die die Zeit zur weiterführenden Schule, in die Ausbildung oder in die Arbeitswelt sinnvoll überbrücken wollen.

Die Werkstatt im Brüggener Ortsteil Bracht an der Alten Kevelaer Straße 12-14 deckt die Bereiche Hauswirtschaft/Catering und Gartenbau ab. Die Kempener Werkstatt an der Otto-Schott-Straße 1 beschäftigt sich mit den Bereichen Holz und Metall. Bracht bietet 16 Plätze an, Kempen ebenfalls. In beiden Werkstätten nehmen erfahrene Fachkräfte die jungen Leute unter ihre Fittiche. "Professionell werden so Themen wie Berufswahl, Praktika- oder Ausbildungsplatzsuche oder schulische Weiterbildungen in die Hand genommen", berichtet Walter Brosowski, zuständiger Abteilungsleiter. In den vier Sparten können die Heranwachsenden so Erfahrungen sammeln und fürs Arbeitsleben trainieren. Brosowski: "Es geht nicht nur darum, die jungen Leute fachlich weiter zu bringen. Auch das Vermitteln von Kernkompetenzen und Schlüsselqualifikationen wie Fleiß, Pünklichkeit oder verbindliches Auftreten spielen bei uns eine Rolle."

Die langjährige Erfahrung in den Kreis Viersener Werkstätten hat gezeigt, dass die Absolventen hinterher selbstständig arbeiten, selbstbewusster werden und sich realistischer einschätzen. "Das alles sind wichtige Wegbereiter für den späteren Job." Nicht selten auch, dass ein Praktikum vermittelt worden ist - das hinterher nahtlos in einen Job fließt, sprich der Praktikant bzw. die Praktikantin aufgrund guter Leistungen übernommen wird.

Darüber hinaus leisten die Jugendlichen sinnvolle Tätigkeiten. Der Werkbereich Holz hat beispielsweise für den Naturpark Schwalm-Nette einen Falkenhorst gebaut oder ein Hexenhaus für eine Oper der Kreismusikschule. Der Metallbereich hat für das Niederrheinische Freilichtmuseum Feuerkörbe und Sitzgarnituren hergestellt. Die Jugendwerkstatt Bracht organisiert jährlich einen Staudenverkauf und Info-Tag, der Anklang im gesamten Kreis Viersen findet.

In den Werkstätten erfahren die Heranwachsenden vor allem Unterstützung in den kleinen und großen Problemen, die einem Einstieg ins Berufsleben entgegen stehen. Ein Sprungbrett für die Jugend, die sich noch orientiert und hier und dort einen Anschub von professionellen Helfern braucht.

Kontakt Jugendwerkstatt Bracht:
Tel. 02157/9820
E-Mail: jw-bracht@kreis-viersen.de
zum Team gehören Lisa Hödel, Alexander Klanten und Vera Böhmer.

Kontakt Jugendwerkstatt Kempen:
Tel. 02152/50038;
E-Mail: jw-kempen@kreis-viersen.de
zum Team gehören Gerd Franken, Volker Ross, Roland Kösling.

Stichwort Jugendwerkstatt

Aufenthalt

Die jungen Menschen bleiben bis zu einem Jahr in den Werkstätten. Die Aufnahme kann jederzeit stattfinden. Sofern der Jugendliche vermittelt ist, kann der Besuch der Jugendwerkstatt auch nach vier Monaten beendet sein.

Konditionen

Die Teilnahme ist kostenfrei, die Fahrtkosten werden erstattet, Arbeitskleidung wird
gestellt.

Historie

Die Jugendwerkstätten gibt es in Kempen seit 1979, in Bracht seit 1985.

Leistung

Alle werden vermittelt - sei es in einen Job, eine Lehrstelle, eine berufsvorbereitende
Maßnahme oder eine weiterführende Schule.

Plätze

Pro Werkbereich stehen acht Plätze zur Verfügung, insgesamt also 32. Bei Vollbelegung
gibt es eine Warteliste. Zurzeit sind noch Plätze frei.

Pensum

Die Teilnehmer sind 32 Stunden in der Woche in den Werkstätten, die Arbeitszeit ist
geregelt