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Kompetenzcenter Kolleg

Gutachter Dr.Garbe: Profile der Berufsschulen schärfen

„Für mich ist die Botschaft, dass unsere Berufskollegs stabil sind und auch die Zukunft des Weiterbildungskollegs gesichert ist. Aber wir müssen in die Werkstätten investieren" Mit diesen Worten stellt Dezernent Ingo Schabrich den Schulentwicklungsplan 2011-2020 (SEP) vor. Der Plan ist jetzt im Schulausschuss diskutiert und im Kreistag beschlossen worden. Der SEP bildet die Grundlage für die künftige Weichenstellung in den Kollegs in Kempen und Dülken. Die Verwaltung hatte dem Gremium das Werk jetzt zur Sitzung im Viersener Kreishaus-Forum vorgelegt. Gutachter Dr. Detlef Garbe hat das 110 Seiten dicke Buch entwickelt und die Kernaussagen erläutert.

Berufskolleg Kempen

Dr. Garbe hat die drei Bildungseinrichtungen in Trägerschaft des Kreises Viersen vor dem Hintergrund sinkender Schülerzahlen durchleuchtet. Besuchen momentan noch gut 6200 Schülerinnen und Schüler die Kollegs in Kempen (knapp 4000) und Dülken (ca. 2250), so sind es im Jahre 2020 laut Prognosen nur noch rund 5100. Den Standorten Lobberich und Willich, die beide zum Berufskolleg Kempen gehören, bescheinigte der Gutachter Substanz und Perspektive: „Sie sind gut aufgestellt."

Anders in Kempen, wo Dr. Garbe den Neubau von Kfz-Halle und Bauabteilung dringend anrät. Geschätzte Investitionssumme: knapp 1,7 Millionen Euro. In Dülken müsse der Investition in Sicherheit und Ausbildung Priorität eingeräumt werden, so Dr. Garbe - Invest ca. 34.000 Euro. Der Bau von Mensen - in Kempen mit 1,7 Mio. Euro, in Dülken mit 1 Mio. Euro veranschlagt - rutscht dadurch in die zweite bzw. dritte Priorität. „Wir können ohnehin nicht alles auf einmal machen und müssen über die nächsten Jahre strecken", sagt Ingo Schabrich.

Bildungspolitisch gibt Dr. Garbe den Bildungskollegs mit auf den Weg, die Profile zu schärfen und Potenziale zu nutzen. Konkret regt der Gutachter Kompetenzcenter für Gebäudesystemtechnik (Energie-Effizienz und regenerative Energien) an. In Kempen seien solche Kompetenzcenter in den Ressorts Kfz/Automotive sowie Antriebsstrang/Mechatronik denkbar; in Viersen sei der Bedarf vorhanden für die Gebiete „frühe Kindheit" sowie Gesundheit/Pflege.Als Problem der Kreis Viersener Kollegs benennt Dr. Garbe Jugendliche ohne Ausbildungsplatz, die in den Einrichtungen eine „Frustschleife" drehen, ohne im Anschluss bessere Perspektiven auf einen Job zu haben. Statt einem einjährigen Berufsorientierungsjahr regt der Gutachter ein mehrwöchiges Coaching an, „damit die Jugendlichen raus aus den Schulen und fit fürs Berufsleben gemacht werden".

Die Leiter der Berufskollegs, Dr. Hans-Joachim Kornblum (Kempen) und Gisela Werner (Dülken), unterschreiben die Erkenntnisse des Gutachters. Dr. Kornblum: „Die Ergebnisse des Gutachtens zeigen, dass wir dringend investieren müssen."

 

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