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100 Jahre Ende des Ersten Weltkriegs

Zwischen Enthusiasmus und Depression - 100 Jahre Ende Erster Weltkrieg: Kreis Viersen gedenkt der Opfer

Im November jährt sich das Ende des Ersten Weltkriegs zum 100. Mal. Dies nimmt der Kreis Viersen zum Anlass, der Opfer von Kriegen und Gewaltherrschaft zu gedenken. Dazu ist die Wanderausstellung „Aus der Geschichte lernen“ des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge (VDK) zu Gast in Viersen. Die rund 300 Ausstellungsstücke sind vom 31. Oktober bis 20. November im Forum am Kreishaus, Rathausmarkt 2 in Viersen zu sehen.

Zur Eröffnung der Ausstellung lädt Landrat Dr. Andreas Coenen zu einem zentralen Gedenkabend für den Kreis Viersen ein. Dieser findet am Mittwoch, 31. Oktober, ab 18 Uhr im Sitzungssaal des Forums statt. Interessierte Besucher sind willkommen. „Es ist nicht selbstverständlich, dass wir heute Seite an Seite mit unseren europäischen Nachbarn leben und nicht in der Angst, dass jederzeit ein Krieg zwischen den Staaten ausbrechen könnte. Dies müssen wir uns stets vor Augen führen“, sagt Coenen.

Gastredner des Abends ist der Historiker und ehemalige Kreisdezernent Professor Leo Peters. Er beleuchtet in seinem Vortrag „Zwischen Enthusiasmus und Depression - Der Kreis Kempen in der Epoche des Ersten Weltkriegs" die Jahre 1914 bis 1918 in der Region. Zwar waren Front und Kriegsgeschehen im Ersten Weltkrieg einige hundert Kilometer vom Niederrhein entfernt. Doch die Auswirkungen des Weltkriegs waren auch in den Städten und Gemeinden des heutigen Kreises Viersen zu spüren. Deutlich macht das der Begriff „Heimatfront“, der in dieser Zeit seinen Ursprung hat.

„Aus der Geschichte lernen“

Die Wanderausstellung „Aus der Geschichte lernen“ des VDK umfasst rund 300 Fotos, Dokumente, Karten und Texttafeln. Die Besucher sehen zeitgenössische Dokumente wie Propaganda-Postkarten, Fotos vom Kampf im Schützengraben oder Aufnahmen von Verwundeten, Gefallenen und Kriegsgefangenen. Ernst Jüngers autobiografisches Werk „In Stahlgewittern“ ist ebenso vertreten wie Gedichte von Heinrich Lersch und Kurt Tucholsky.

Die Ausstellung spannt den Bogen vom Ersten Weltkrieg über den Zweiten Weltkrieg bis hin zur Arbeit des Volksbundes heute. Dabei wird deutlich, warum der Ausbruch des Krieges im Sommer 1914 gemeinhin als „Urkatastrophe“ gilt, ohne die viele Ereignisse der Zeitgeschichte undenkbar sind.