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Schutz von Bäumen, Hecken, Gebüschen und anderen naturnahen Landschaftselementen

Naturnahe Gehölz- und Staudenbestände spielen für die heimische Tierwelt eine wichtige Rolle als Unterschlupf und Nahrungsquelle in der Fortpflanzungszeit. Deshalb ist es in der Zeit vom 1. März bis 30. September eines Jahres verboten, Bäume, die außerhalb des Waldes, von Kurzumtriebsplantagen oder gärtnerisch genutzten Grundflächen stehen, Hecken, lebenden Zäune, Gebüsche und andere Gehölze abzuschneiden oder zu roden.

Ganzjährig ist es verboten, die Bodendecke auf Wiesen, Feldrainen und ungenutzten Grundflächen sowie an Hecken und Hängen abzubrennen oder nicht land- oder forstwirtschaftlich genutzte Flächen so zu behandeln, dass die Tier- oder Pflanzenwelt erheblich gestört wird, z. B. durch vollständiges Umbrechen oder Abspritzen mit Unkrautvernichtungsmittel.

Einzelheiten - auch über die gesetzlich vorgegebenen Ausnahmen (z. B. Anforderungen der Verkehrssicherheit, genehmigte Bauvorhaben, Bäume in gärtnerisch genutzten Anlagen und im Wald) entnehmen Sie bitte der Informationssschrift Schutzzeiten in Garten und Landschaft. Grundsätzlich gilt, dass typische regelmäßige Pflegemaßnahmen (jährlicher Hecken-Formschnitt, Mahd von Wegrändern u. ä.) innerhalb der Vegetationsperiode zulässig sind.

Unabhängig davon, ob Ihr Eingriff innerhalb des Schutzzeitraumes erlaubt oder verboten ist, sind Vogelbruten in Nestern oder Baumhöhlen sowie Fledermausquartiere in Baumhöhlen (Wochenstuben Juni - August, Winterquartiere November bis April) zu erhalten. Man kann sie z. T. durch vorheriges Absuchen und Beobachten finden. Es ist abzuwarten, bis die Nester von den Jungvögeln verlassen wurden.

Jährlich stehen 5 Monate für erforderliche Rodungsarbeiten an Gehölzbeständen zur Verfügung - wer weiß, dass er im Frühjahr/Sommer bauen oder den Garten umgestalten will, kann störende Gehölze auf der Baustelle vor dem 1. März beseitigen. Eine Befreiung von den o. a. Verboten bedarf daher einer guten Begründung.

Die Beratung durch Ihre Ansprechpartner kann klären, ob bei Ihnen eine im Bundesnaturschutzgesetz genannte Ausnahme vorliegt.

Nicht nur für den Naturhaushalt, sondern auch für das Landschaftsbild sind Gehölzstrukturen bedeutsam und schutzwürdig. Aus diesen Gründen sind Einzelbäume, Baumreihen und -gruppen, Feld- und Ufergehölze sowie Obstwiesen oder andere kleine naturnahe Objekte in der freien Landschaft durch die Landschaftspläne z. T. als Naturdenkmale, Geschützte Landschaftsbestandteile oder durch Erhaltungs-Einzelfestsetzungen in Landschaftsschutzgebieten festgesetzt. Grundsätzlich geht es dabei um das Ziel der nachhaltigen Sicherung, die Pflegemaßnahmen wie Kopfschnitt, Auf-den-Stock-Setzen, Auslichtungen und Rückschnitte zur Verkehrssicherung einschließt. Auch forstwirtschaftliche Nutzung von Gehölzbeständen ist nach den näheren Bestimmungen des Landschaftsplanes zulässig, das heißt Entnahme von Einzelstämmen, wenn anschließend nachgepflanzt wird oder genügend Naturverjüngung nachwächst.

- Evtl. benötigte Unterlagen:

Nach vorheriger Abstimmung mit der unteren Naturschutzbehörde und mit Bezug darauf - mit kurzer Beschreibung und Begründung des Vorhabens, ist in Einzelfällen ein formloser schriftlicher Antrag auf Erteilung einer gebührenpflichtigen Befreiung zu stellen.

 

 

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