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Klimaschutz auf der Deponie Viersen I

NKI FÖRDERPRJEKT 03K09714 – In-situ-Stabilisierung der Deponie Viersen I

Klimaschutzinitiative

Reduzierung von Treibhausgas-Emissionen und des Emissionspotenzials der Deponie Viersen I unter aerobe In-situ-Stabilisierung

Klimaschutzinitiative

Kreis Viersen
Abfallbetrieb
Rathausmarkt 3
41747 Viersen

Fachplanung und Projektbegleitung

Auftragnehmer: contec GmbH, Herrenberg

Projektablauf - Zeitplan

Anlage auf Deponie

NKI Förderprojekt FKZ 03K09714

Starttermin: Januar 2019 - Endtermin: Juni 2021

Gesamtdauer: 30 Monate

Fachplanung und Projektbegleitung

Das Optimierungspotenzial wurde im Rahmen einer Potenzialstudie identifiziert und in die nachfolgenden Hauptbereiche unterteilt:

  • Erweiterung und Umbau des Gasfassungssystems von zwei auf sechs direkt besaugten Gasbrunnen
  • Aufbau einer neuen Gassammelstelle und Einzelanschluss der sechs direkt besaugten 25 Gasbrunnen.
  • Ersatz der vorhandenen Gasförderstation und der Fackelanlage durch eine moderne Gasförderstation mit thermischer Schwachgasbehandlungsanlage

Ausgangssituation

Das Thema Klimaschutz rückt bei Deponien in der Nachsorgephase zunehmend in den Fokus. Methan als Hauptbestandteil des Deponiegases hat eine 28-mal klimaschädlichere Wirkung im Vergleich zu Kohlendioxid.

Die Deponie Viersen I verfügte seit 1984 über ein „aktives“ Entgasungssystem und Einrichtungen zur Gaserfassung. Das Gasfassungssystem besteht aus insgesamt 25 Gasbrunnen, davon wurden nur zwei aktiv besaugt.

Die ursprüngliche Beseitigung von Deponiegas in einer Hochtemperaturfackelentspricht einer konventionellen Entgasung. Der Schwerpunkt hierbei liegt auf der Absaugung der Gasbrunnen bei möglichst hohen Methangehalten. Dies fällt mit zunehmenden Deponiealter jedoch immer schwerer. Die herkömmliche Praxis, hierauf mit einer Rücknahme des Absaugvolumenstromes bzw. Intervallbetriebs zu reagieren, hat zur Folge, dass der Erfassungsgrad des Entgasungssystems ab- und die Deponiegas-/Methanemissionen insgesamt zunehmen.

Eine im Jahr 2017 erarbeitete Potenzialanalyse (NKI Förderprojekt 03K04255) für die Deponie Viersen I hat gezeigt, dass sich mit Hilfe einer aeroben In-situ-Stabilisierung mittels Saugbelüftung der Gaserfassungsgrad und die Emissionssituation wesentlich verbessern lässt.

Ziele und Maßnahmen

Foto eines Schildes

  • Klimaschutz - Reduzierung der Treibhausgasemissionen um mehr als 50 % im Vergleich zum Ist-Zustand
  • Reduzierung des Reaktionspotenzials im Deponiekörper
  • Minimierung diffuser Methanemissionen und der Gasmigrationen
  • Steigerung des Gaserfassungsgrades
  • Aerobisierung und Stabilisierung des Deponiekörpers
  • Minimierung der Explosionsgefahren
  • Minimierung des Gefährdungspotenzials durch Schwefelwasserstoffbildung
  • Beschleunigung der Abbauprozesse im Deponiekörper über den Gaspfad
  • Verkürzung des Nachsorgezeitraums

Diese Maßnahme wird im Rahmen der „Nationalen Klimaschutzinitiative“ im Förderbereich „Reduzierung der Treibhausgas-Emissionen bei stillgelegten Siedlungsabfalldeponien“ vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit gefördert.

Weitere Informationen zu der Nationalen Klimaschutzinitiative sind beim Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit unter www.klimaschutz.de und dem Projektträger Jülich unter www.ptj.de/klimaschutzinitiative-kommunenzu finden.

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