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Alt und jung in einem Boot

Großvater mit Enkelin Großvater mit Enkelin, Foto: Friedhelm Reimann

Ob jemals ein Mensch im Kreis Viersen so alt wird wie der biblische Methusalem, dürfte fraglich sein. Als sicher gilt jedoch, dass an der Niers die Alten mehr und mehr am Ruder sitzen. Wodurch wiederum die Jungen schneller schwimmen lernen.

Wenn in Kempen St.Martin reitet, ziehen die Kinder mit ihrer Laterne durchs Seniorenzentrum Haus Wiesengrund und singen für die älteren Menschen. Wenn im Kindergarten in Dülken Märchenstunde ist, greift eine betagte Dame aus der Nachbarschaft zu Lesebrille und Brüder-Grimm-Wälzer und zieht die Kleinen mit Rumpelstilzchen oder Frau Holle in ihren Bann. Die Generationen kommen sich näher: „Hör mal Opa, wie war das früher?“

Frau im Rollstuhl wird von anderer Frau geschoben Ehrenamtliche Helferin, Foto: Alois Müller

Alternatives Wohnen „Alt und Jung unter einem Dach“ wird nicht nur propagiert, sondern gelebt. Der St.Huberter Kendelhof ist das beste Beispiel, dass so etwas funktioniert. Weitere Wohnprojekte sind in der Mache. Die Kreisvolkshochschule hat sich das Projekt „Älter werden“ auf die Fahne geschrieben.

Der gesellschaftliche Wandel – die Menschen werden älter, in 20 Jahren ist im Schnitt jeder Dritte im Kreis Viersen 65 oder älter - bringt es mit sich, dass Senioren-Malschulen, Sport für 55+ oder Senioren-Initiativen boomen. Die Verantwortlichen tüfteln an intelligenten Lösungen, die mehr bewirken als Schulen zu schließen und Altenheime zu bauen. Seniorenvillen, die einerseits eine Rund-um-die-Uhr-Betreuung gewährleisten, andererseits die Menschen in ihren eigenen vier Wänden lassen, schießen wie Pilze aus dem Boden. Das Verbinden der Generationen ist die Herausforderung der Zukunft. Auch im Kreis Viersen.

Auf der anderen Seite ist bislang noch kein Dreikäsehoch, der in den Kindergarten sollte, abgewiesen worden. Der Kreis Viersen wird die Voraussetzungen schaffen, dass das so bleibt.

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