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Geschichte atmen

Alte Burg Burg in Kempen, Foto: Friedhelm Reimann

Alter Fritz: Ohne die Preußen kein Kreis Viersen. Doch es gibt weitere Einflüsse, die unsere Geschichte zu einem spannenden Buch werden lassen – mit mindestens sieben Siegeln.

Das Wappen mit den Elementen Kurköln, Geldern und Jülich deutet an, dass der Kreis Viersen eine lebhafte, ja teilweise turbulente Vergangenheit hat. Und teilweise ein heftig umkämpftes Gebiet war, wovon viele der tausenden Archivalien im Kreis-Archiv in der Kempener Burg Zeugnis ablegen. Im Niederrheinischen Freilichtmuseum mit Sitz in Grefrath können Interessierte sich davon überzeugen, wie die Menschen hierzulande früher lebten.

Einflüsse aus der Franzosenzeit finden sich heute noch in vielen sprachlichen Redewendungen: „Fissematenten“ (frei übersetzt: Flausen) war mal „visitez ma tente“. Mancher sagt, dass die Kreis Viersener so flexibel sind, weil sie so viele Armeen, Kommandos und Regierungen erlebt haben.

alte Dampfeisenbahn Nostalgie-Eisenbahn "Schluff" in Tönisvorst, Foto: Herbert Tichy

Als die Preußen zu Beginn des 19. Jahrhunderts im Rheinland Fuß fassten, entstanden die Landkreise. Der Kreis Viersen geht aus dem alten Kreis Kempen-Krefeld hervor. Mit der Neuordnung des rheinisch-westfälischen Industriegebietes 1929 änderte sich der Zuschnitt. Hinsbeck und Leuth kamen beispielsweise dazu, Viersen wurde kreisfrei.

Die jüngste kommunale Neugliederung vollzog sich in der ersten Hälfte der 70er-Jahre: ade Osterath, Amt Lank und Hüls, willkommen Niederkrüchten und Viersen. Neun Städte und Gemeinden sind seitdem unter einem Dach vereint. Der Umzug des Kreissitzes von Kempen nach Viersen war eine Hürde, über die heute freilich niemand mehr stolpert.

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