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Gasmangellage

Kreis Viersen: Informationen zur Gasmangellage

Der Kreis Viersen sowie seine angehörigen Städte und Gemeinden bereiten sich aktuell auf eine mögliche Gasmangellage und die damit einhergehenden Einschränkungen vor. Die Lage ist dynamisch und verändert sich stetig. Die Gasversorgung aller Privathaushalte in Deutschland hat laut Bundesnetzagentur oberste Priorität und gilt als gesichert.

An dieser Stelle informieren wir Sie über die eingeleiteten Maßnahmen. Zudem liefern wir Tipps zum Energiesparen, geben Antworten auf häufig gestellte Fragen und nennen Ihnen relevante Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner.

Ansprechpartner vor Ort

Ansprechpartner vor Ort - lokale Energieversorger
Versorger Website Bürgerkontakt (Callcenter)
Stadtwerke Nettetal https://www.stadtwerke-nettetal.de/

Tel. 02157 1205-0
Fax  02157 1205-129
E-Mail: info@stadtwerke-nettetal.de 

Stadtwerke Kempen https://www.stadtwerke-kempen.de/

Tel.: 02152 1496-0
Fax: 02152 1496-202
E-Mail: info@stadtwerke-kempen.de 

Stadtwerke Willich https://stadtwerke-willich.de/

Tel.: 02154 4703-333
Fax: 02154 4703-269
E-Mail: kundenservice@stm-stw.de 

Gemeindewerke Brüggen https://www.gemeindewerke-brueggen-wasser-strom.de/

Tel.: 02157  87 36 7 - 0
Fax: 02157 87 36 7 - 90
E-Mail: info@gemeindewerke-brueggen.de 

Gemeindewerke Grefrath https://gemeindewerke-grefrath.de/

Tel.: 0800 4792900
E-Mail: info@gemeindewerke-grefrath.de 

Erdgasversorgung Schwalmtal (EVS) https://www.erdgasversorgung-schwalmtal.de/

Tel.: 02162 371-2210
Fax: 02162 371-100
E-Mail: service@erdgasversorgung-schwalmtal.de

NEW Viersen GmbH (Niederrhein Energie und Wasser GmbH) https://www.new.de/

Tel.: 02166 275 275 0

Online-Kundencenter:
https://meine.new-energie.de/portal/welcome 

Stadtwerke Krefeld https://www.swk.de/privatkunden

Tel.: 02151 98 48 48
E-Mail: info@swk.de

Mit dieser Liste geben wir keine Garantie auf Vollständigkeit. Sollten Sie Gas bei einem nicht hier aufgeführten Anbieter beziehen, wenden Sie sich bei Fragen bitte dorthin.

Aktuelle Lage

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) hat am 23.06.2022 die Alarmstufe des Notfallplans in Deutschland ausgerufen. Laut der Bundesnetzagentur (BNetzA) ist die Lage angespannt und eine weitere Verschlechterung der Situation kann nicht ausgeschlossen werden. Es laufen enge Absprachen mit den neun kreisangehörigen Städten und Gemeinden. Erste Maßnahmen für die Sicherung der Handlungsfähigkeit der Kreisverwaltung wurden bereits im Juli getroffen. Informationen über Maßnahmen werden in Zukunft auf dieser Seite für die Bürgerinnen und Bürger zur Verfügung gestellt und aktualisiert. 

Weitere Meldungen erhalten Sie ebenso von Ihrem Energieversorger.

Energiespartipps

Rund 300.000 Menschen wohnen im Kreis Viersen. Gemeinsam können Sie dazu beitragen, bereits jetzt Energie zu sparen. Einfache Tipps zum Energiesparen für die eigenen vier Wände, ohne Ihren Wohnkomfort einzuschränken, finden Sie im Folgenden:  

Clever heizen

Damit Heizkörper energiesparend wärmen, sollten sie nicht von Möbelstücken oder Vorhängen verdeckt werden. Bereits ein Grad Raumtemperatur weniger spart bis zu sechs Prozent Energie. Drehen Sie daher die Temperaturen am Heizkörper etwas herunter. 

Warmwasser sparen

Stellen Sie beim Duschen zwischendurch das Wasser aus und die Temperatur des Wassers etwas herunter. Duschen Sie kurz, anstatt zu baden. Waschen Sie Ihre Hände mit kaltem Wasser – Seife entfernt Schmutz auch ohne Warmwasser.

Fenster und Türen schließen

Halten Sie Zimmertüren und Fenster immer geschlossen, damit die Heizungswärme nicht so leicht entweichen kann. Lüften Sie kurz und stoßweise, drehen Sie dabei die Heizung aus. Verzichten Sie auf gekippte Fenster.

Restwärme nutzen

Schalten Sie Herd und Ofen kurz vor Ende des Garvorgangs aus. Die Restwärme ist für die Endzubereitung meist ausreichend.

Schalten Sie das Licht aus

Sobald Sie einen Raum verlassen, schalten Sie das Licht aus. Überlegen Sie, ob in einigen Räumen Bewegungsmelder sinnvoll sind. Tauschen Sie alte Glüh- und Halogenlampen durch neue LEDs aus, auch damit sparen Sie wertvolle Energie.

Zusätzlich bietet die Verbraucherzentrale NRW eine anbieterunabhängige Energieberatung für Eigentümer und Eigentümerinnen sowie Mieter und Mieterinnen an. Die Energieberaterinnen und Energieberater gehen in den kostenfreien Gesprächen auf individuelle Situationen ein und geben Empfehlungen für private Haushalte. Sie stehen Ihnen bei Energiesparfragen zur Seite

Ergänzende Energiespartipps sowie Informationen zur Einsparung von Gas finden Sie beim Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz sowie bei Ihrem regionalen Energieanbieter.

Zusätzliche Tipps zur Heizungsoptimierung bietet Ihnen das Ministerium für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen.

Häufig gestellte Fragen

Ist die Versorgung der Haushalte gesichert?

Ja, die Versorgung der privaten Haushalte ist gesichert. Die Versorgungssicherheit ist laut Bundesnetzagentur ist weiter gewährleistet.

Was ist der "Notfallplan Gas"?

Der „Notfallplan Gas für die Bundesrepublik Deutschland“ basiert auf der sogenannten europäischen SoS-Verordnung, d.h. konkret der Verordnung (EU) 2017/1938 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 25. Oktober 2017 über Maßnahmen zur Gewährleistung der sicheren Gasversorgung. Er kennt drei Eskalationsstufen, je nachdem, wie deutlich der Eingriff des Staates ist.

  1. Frühwarnstufe: In der ersten Stufe tritt ein Krisenteam beim Bundeswirtschaftsministerium zusammen, das aus Behörden und den Energieversorgern besteht. Die Gasversorger und die Betreiber der Gasleitungen werden etwa verpflichtet, regelmäßig die Lage für die Bundesregierung einzuschätzen. Noch greift der Staat aber nicht ein. Vielmehr ergreifen Gashändler und -lieferanten, Fernleitungs- und Verteilnetzbetreiber marktbasierte Maßnahmen, um die Gasversorgung aufrechtzuerhalten. Dazu gehören beispielsweise die Nutzung von Flexibilitäten auf der Beschaffungsseite, der Rückgriff auf Gasspeicher, die Optimierung von Lastflüssen oder die Anforderung externer Regelenergie.
  2. Alarmstufe: Auch in der sogenannten Alarmstufe kümmern sich die Marktakteure noch in Eigenregie um eine Entspannung der Lage. Auch hier können die in Stufe 1 genannten Maßnahmen von den Marktakteuren ergriffen werden. Dazu gehören wiederum beispielsweise die Nutzung von Flexibilitäten auf der Beschaffungsseite, der Rückgriff auf Gasspeicher, die Optimierung von Lastflüssen oder die Anforderung externer Regelenergie.
  3. Notfallstufe: Wenn die Maßnahmen der Frühwarn- oder der Alarmstufe nicht ausreichen oder eine dauerhafte Verschlechterung der Versorgungssituation eintritt, kann die Bundesregierung per Verordnung die Notfallstufe ausrufen. In diesem Fall liegt eine "außergewöhnlich hohe Nachfrage nach Gas, eine erhebliche Störung der Gasversorgung oder eine andere erhebliche Verschlechterung der Versorgungslage" vor. Jetzt greift der Staat in den Markt ein. Konkret heißt das: Die Bundesnetzagentur wird zum "Bundeslastverteiler". Ihr obliegt dann in enger Abstimmung mit den Netzbetreibern die Verteilung von Gas. Dabei sind bestimmte Verbrauchergruppen gesetzlich besonders geschützt, d.h. diese sind möglichst bis zuletzt mit Gas zu versorgen. Zu diesen geschützten Verbrauchern gehören Haushalte, soziale Einrichtungen wie etwa Krankenhäuser, und Gaskraftwerke, die zugleich auch der Wärmeversorgung von Haushalten dienen. 

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