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Landschaftsplan „Grenzwald/Schwalm“

Frühzeitige Beteiligung der Träger öffentlicher Belange und der Bürgerinnen und Bürger gemäß §§ 15 und 16 Landesnaturschutzgesetz (LNatSchG NRW)

Inhalte und Wirkungen des Landschaftsplans

Im Landschaftsplan werden die Schutzgebiete und -objekte sowie die Ziele und Maßnahmen des Naturschutzes und der Landschaftspflege auf örtlicher Ebene dargestellt und festgesetzt. Der Landschaftsplan besteht aus einem Karten- und Textteil mit im Wesentlichen folgenden Inhalten:

  • Entwicklungsziele sind bei allen behördlichen Verfahren zu beachten. Sie zeigen auf, welche Maßnahmen zur Landschaftsentwicklung im Plangebiet getroffen werden sollen, z.B. Erhaltung, Anreicherung oder Wiederherstellung.
  • Die Festsetzungen sind für alle Bürgerinnen und Bürger verbindlich. Es handelt sich insbesondere um Schutzausweisungen mit Ge- und Verbotsregelungen für Natur- und Landschaftsschutzgebiete, Naturdenkmale und Geschützte Landschaftsbestandteile.

Abgrenzung des Landschaftsplangebietes und Geltungsbereich

Der Landschaftsplan gilt für den Außenbereich im Sinne des Bauplanungsrechts. Er wird vom Kreis Viersen als Satzung beschlossen. Der Landschaftsplan „Grenzwald/Schwalm“ umfasst die bisherigen Landschaftsplangebiete 1, 3 und 4 und ist in seiner äußeren Abgrenzung identisch mit den alten Landschaftsplangrenzen. Das Plangebiet erstreckt sich über die Gemeindegebiete Brüggen, Niederkrüchten und Schwalmtal (überwiegend) und das Stadtgebiet Nettetal (teilweise).

Zielsetzung und Grundsätze bei der Fortschreibung der Landschaftspläne im Kreis Viersen

Der Kreistag des Kreises Viersen hat die Verwaltung beauftragt, die Landschaftspläne des Kreises Viersen auf der Grundlage folgender Zielsetzungen bedarfsgerecht fortzuschreiben:

  • Sicherung schutzwürdiger Bereiche, Schaffung von Biotopverbundstrukturen und Pflege der Kulturlandschaften zur Erhaltung der Arten- und Biotopvielfalt im Kreis Viersen
  • Harmonisierung der Landschaftspläne als Voraussetzung für nachvollziehbare und rechtsichere Entscheidungen durch die untere Naturschutzbehörde
  • Zusammenführung der verschiedenen Änderungsfassungen zur verbesserten Anwendbarkeit in der täglichen Arbeit und besseren Transparenz gegenüber der Öffentlichkeit
  • Digitale Bereitstellung der Daten bestandskräftiger Landschaftspläne für interne (GIS) und externe Nutzer (Planungsbüros, Internet).

Schon während des Aufstellungsverfahrens legt die untere Naturschutzbehörde des Kreises Viersen Wert auf eine größtmögliche Transparenz und einen frühzeitigen Austausch mit Betroffenen und der interessierten Öffentlichkeit. Die Bürgerinnen und Bürger im Plangebiet erhalten Gelegenheit, sich aktiv am Planungsprozess zu beteiligen.

Die Umsetzung der naturschutzfachlich notwendigen Pflege- und Entwicklungsmaßnahmen auf Privatgrundstücken erfolgt - wie bisher - grundsätzlich auf freiwilliger Basis. Insoweit handelt es sich demzufolge um eine Angebotsplanung.

Frühzeitige Beteiligung gemäß §§ 15 und 16 LNatSchG NRW

Die frühzeitige Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger sowie der Träger öffentlicher Belange erfolgt im Zeitraum vom 11. Juli bis 31. Oktober 2019; sie ist im Amtsblatt des Kreises Viersen vom 11. Juli 2019 öffentlich bekannt gemacht. Vom Zeitpunkt dieser Bekanntmachung an bis zum Inkrafttreten des Landschaftsplans „Grenzwald/Schwalm“ sind gemäß § 48 Abs. 3 LNatSchG NRW alle Änderungen in/an Naturschutzgebieten, Naturdenkmälern und geschützten Landschaftsbestandteilen verboten (Veränderungsverbot).

Der Vorentwurf des Landschaftsplans steht in verschiedenen Dateiformaten zur Verfügung.

  • Hier gelangen Sie zum Vorentwurf des Landschaftsplans „Grenzwald/Schwalm" mit Stand vom Juni 2019.
  • Hier haben Sie bis zum 31. Oktober 2019 die Möglichkeit, sich mittels eines Formulars zu den Planinhalten zu äußern.

Wie geht es weiter?

Die untere Naturschutzbehörde des Kreises Viersen prüft die im frühzeitigen Beteiligungsverfahren erhaltenen Rückäußerungen. Anschließend erstellt sie den Entwurf des Landschaftsplans für den nächsten, förmlichen Verfahrensschritt, die öffentliche Auslegung. Während der gesetzlich vorgesehenen, einmonatigen Auslegungsfrist können (ggf. erst- oder nochmals) Bedenken und Anregungen vorgebracht werden.