Inhaltsbereich

Abfallbetrieb

Der Abfallbetrieb des Kreises Viersen (ABV) übernimmt innerhalb der Kreisverwaltung als „öffentlich-rechtlicher Entsorgungsträger“ viele Aufgaben rund um das Thema Abfall. Dazu gehört unter anderem die Abfallberatung zu den Themen Abfallvermeidung, Müllabfuhr, richtige Entsorgung, Entsorgungsstandorte und Informationen für Gewerbetreibende

Aufbau und Aufgaben des Abfallbetriebs

In Zusammenarbeit mit den kreisangehörigen Städten und Gemeinden, die für das Einsammeln und Befördern der kommunalen Abfälle zunächst zuständig sind, sorgt der ABV für die Verwertung und Beseitigung dieser Abfälle. Bei einigen Abfällen wurde ein Teil der Aufgabe des Einsammelns auf den Kreis übertragen. Alle organisatorischen, rechtlichen und vertraglichen Regelungen, die für die Bewältigung dieser Aufgaben erforderlich sind, werden vom ABV als eigenbetriebsähnliche Einrichtung des Kreises Viersen erfüllt.
 

Aufbau und Aufgaben des Abfallbetriebes
Betriebsleitung Technik Verwaltung Abfallberatung

Betriebsleitung:
Christian Böker

Stv. Leitung:
Martin Overmeyer

Vorzimmer:
Iris Bolder

  • Planung
  • Kalkulation
  • Bau
  • Abschluss und Überwachung der Entsorgungsanlagen des Kreises Viersen
  • Instandhaltungsmaßnahmen
  • Nachsorge von Altdeponien
  • Ausschreibungen
  • Vertragsgestaltung
  • Genehmigungsverfahren
  • Abfallsatzung und Gebührensatzung
  • Entgelt- und Gebührenregelung
  • Kostenabrechnung
  • Verwaltung der Finanzen
  • langfristige Entsorgungsplanung
  • Risiko-Management-System

für Privathaushalte:
Heike Wohlgemuth

für Gewerbetreibende:
Katharina Jeep

  • Information und Beratung über Möglichkeiten der Vermeidung,Verwertung und Beseitigung von Abfällen
  • Unterstützung und Beratung der Kommunen hinsichtlich abfallrechtlicher Belange
  • Umweltbildung
  • Abfallpädagogik

Darüberhinausgehende Aufgaben des ABV:

  • Abschätzung der zu erwartenden Abfallmengen und die Kalkulation der Kosten der Abfallentsorgung
  • Festlegung der Kleinanlieferpauschale
  • Sicherstellung der Umladung und der Entsorgung von Abfallarten, für die keine eigenen Anlagen zur Verfügung stehen
  • interkommunale Kooperationen (kreisangehörige Kommunen und BAVN)

Anpassung der Entsorgungsstruktur des Kreises Viersen bei geänderten rechtlichen Rahmenbedingungen

Projekte

Wertstoff- und Logistikzentrum in Nettetal-Kaldenkirchen

Der ABV plant im Gewerbe- / Industriegebiet Nettetal-West (vormals: Gewerbegebiet VeNeTe) in Nettetal-Kaldenkirchen ein Wertstoff- und Logistikzentrum zu errichten.

In dem Logistikzentrum werden Abfälle aus Haushalten, die in den Städten und Gemeinden des Kreises Viersen von der Müllabfuhr eingesammelt werden, umgeladen. In dem auf Wunsch der Stadt Nettetal vorgesehenen Wertstoffzentrum können Bürgerinnen und Bürger Haushaltsabfälle abgeben.

Warum hat der ABV vor, ein Wertstoff- und Logistikzentrum in Nettetal-Kaldenkirchen zu errichten?

In Nordrhein-Westfalen haben die Kreise die Aufgabe, die von den Städten und Gemeinden eingesammelten Abfälle aus Haushalten der Verwertung oder der Beseitigung zuzuführen. Da der Kreis Viersen über keine eigenen Entsorgungsanlagen verfügt, muss die Entsorgung europaweit ausgeschrieben werden. Ein kreiseigenes Logistikzentrum ermöglicht es, die Kosten zu sichern, weil somit auch Firmen Entsorgungsangebote abgeben können, die keine eigene Umschlaganlage in der Nähe haben. Durch das Logistikzentrum wird also die Wahrscheinlichkeit, ein günstiges Entsorgungsangebot zu erhalten, wesentlich erhöht.

Wie ist der derzeitige Stand?

In einer öffentlichen Informationsveranstaltung am 11.10.2017 wurde der Planungsstand in Kaldenkirchen einer interessierten Bürgerschaft vorgestellt. Fragen und sachliche Anregung wurden aufgegriffen und je nach Möglichkeit und Zuständigkeit in die Planungen eingearbeitet.

Die Unterlagen für das förmliche Genehmigungsverfahren hat der Kreis Viersen am 20.09.2018 bei der zuständigen Behörde, der Bezirksregierung Düsseldorf, eingereicht. Zwischenzeitlich wurden die Antragsunterlagen öffentlich bekannt gemacht und der Öffentlichkeit die Möglichkeit zur Stellungnahme gegeben. Anregungen oder Einwendungen zum Vorhaben wurden seitens der Bezirksregierung Düsseldorf geprüft und werden - je nach Wertung durch die Bezirksregierung - Eingang in den Genehmigungsbescheid finden. Mit der Genehmigungserteilung wird noch im ersten Halbjahr 2021 gerechnet. Beantragt wurde in einem ersten Schritt das Logistikzentrum. Die Beantragung des Wertstoffzentrums kann zurzeit nicht erfolgen, da die Stadt Nettetal die planungsrechtlichen Voraussetzungen noch nicht geschaffen hat.

Wie sieht der weitere Ablauf aus?

Nachdem die bauplanungsrechtlichen Voraussetzungen für das Wertstoffzentrum durch die Stadt Nettetal geschaffen werden und die erforderlichen Genehmigungen vorliegen, soll im Jahre 2022 mit dem Bau des Wertstoff- und Logistikzentrums begonnen werden. Die Inbetriebnahme ist für das Jahr 2023 geplant.

 

Klimaschutzmaßnahmen auf der Deponie Brüggen I

Der Abfallbetrieb des Kreises Viersen (ABV) hat im Rahmen einer Studie das Potenzial zur Reduzierung der Treibhausgas-Emissionen der Deponie Brüggen I gutachterlich ermitteln lassen. Die Potentialanalyse weist bis zum Jahr 2045 Einsparpotentiale von über 160.000 Gewichtstonnen an CO2-Äquivalenten aus.

Anschließend werden die Handlungsoptionen zur Minderung der Treibhaugasemissionen technisch und wirtschaftlich bewertet. Die Ergebnisse fließen in die derzeit laufenden Planungsschritte für die zukünftige Deponiegasbehandlung ein.

Die Maßnahme wird im Rahmen der „Nationalen Klimaschutzinitiative“ im Förderbereich „Reduzierung der Treibhausgas-Emissionen bei stillgelegten Siedlungsabfalldeponien“ vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) gefördert (Förderkennzeichen: 03K09715). Der Projektträger Jülich (PtJ) wurde vom BMU mit der Projektbetreuung beauftragt.

Der ABV wird im Rahmen der weiteren Planungen über erzielte Erkenntnisse berichten.

Klimaschutzmaßnahmen auf der Deponie Viersen I

NKI FÖRDERPRJEKT 03K09714 – In-situ-Stabilisierung der Deponie Viersen I

Anlage zur Absaugung von Treibhausgasen Deponie Viersen 1
Klimaschutzinitiative

Reduzierung von Treibhausgas-Emissionen und des Emissionspotenzials der Deponie Viersen I unter aerobe In-situ-Stabilisierung

Klimaschutzinitiative
Kreis Viersen
Abfallbetrieb
Rathausmarkt 3
41747 Viersen
Fachplanung und Projektbegleitung

Auftragnehmer: contec GmbH, Herrenberg

Projektablauf - Zeitplan

NKI Förderprojekt FKZ 03K09714
Starttermin: Januar 2019 - Endtermin: Juni 2021
Gesamtdauer: 30 Monate

Fachplanung und Projektbegleitung

Das Optimierungspotenzial wurde im Rahmen einer Potenzialstudie identifiziert und in die nachfolgenden Hauptbereiche unterteilt:

  • Erweiterung und Umbau des Gasfassungssystems von zwei auf sechs direkt besaugten Gasbrunnen
  • Aufbau einer neuen Gassammelstelle und Einzelanschluss der sechs direkt besaugten 25 Gasbrunnen.
  • Ersatz der vorhandenen Gasförderstation und der Fackelanlage durch eine moderne Gasförderstation mit thermischer Schwachgasbehandlungsanlage
Ausgangssituation

Das Thema Klimaschutz rückt bei Deponien in der Nachsorgephase zunehmend in den Fokus. Methan als Hauptbestandteil des Deponiegases hat eine 28-mal klimaschädlichere Wirkung im Vergleich zu Kohlendioxid.

Die Deponie Viersen I verfügte seit 1984 über ein „aktives“ Entgasungssystem und Einrichtungen zur Gaserfassung. Das Gasfassungssystem besteht aus insgesamt 25 Gasbrunnen, davon wurden nur zwei aktiv besaugt.

Die ursprüngliche Beseitigung von Deponiegas in einer Hochtemperaturfackel entspricht einer konventionellen Entgasung. Der Schwerpunkt hierbei liegt auf der Absaugung der Gasbrunnen bei möglichst hohen Methangehalten. Dies fällt mit zunehmenden Deponiealter jedoch immer schwerer. Die herkömmliche Praxis, hierauf mit einer Rücknahme des Absaugvolumenstromes bzw. Intervallbetriebs zu reagieren, hat zur Folge, dass der Erfassungsgrad des Entgasungssystems ab- und die Deponiegas-/Methanemissionen insgesamt zunehmen.

Eine im Jahr 2017 erarbeitete Potenzialanalyse (NKI Förderprojekt 03K04255) für die Deponie Viersen I hat gezeigt, dass sich mit Hilfe einer aeroben In-situ-Stabilisierung mittels Saugbelüftung der Gaserfassungsgrad und die Emissionssituation wesentlich verbessern lässt.

Ziele und Maßnahmen
  • Klimaschutz - Reduzierung der Treibhausgasemissionen um mehr als 50 % im Vergleich zum Ist-Zustand
  • Reduzierung des Reaktionspotenzials im Deponiekörper
  • Minimierung diffuser Methanemissionen und der Gasmigrationen
  • Steigerung des Gaserfassungsgrades
  • Aerobisierung und Stabilisierung des Deponiekörpers
  • Minimierung der Explosionsgefahren
  • Minimierung des Gefährdungspotenzials durch Schwefelwasserstoffbildung
  • Beschleunigung der Abbauprozesse im Deponiekörper über den Gaspfad
  • Verkürzung des Nachsorgezeitraums

Diese Maßnahme wird im Rahmen der „Nationalen Klimaschutzinitiative“ im Förderbereich „Reduzierung der Treibhausgas-Emissionen bei stillgelegten Siedlungsabfalldeponien“ vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit gefördert.

Weitere Informationen zu der Nationalen Klimaschutzinitiative sind beim Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit unter www.klimaschutz.de und dem Projektträger Jülich unter www.ptj.de/klimaschutzinitiative-kommunen zu finden

Optimierung der Oberflächenabdichtung der Deponie Viersen I

Der Abfallbetrieb des Kreises Viersen (ABV) plant die Oberflächenabdichtung der Deponie Viersen I in Viersen-Bockert zu optimieren. Hintergrund der Maßnahme ist ein aktiver Klimaschutzansatz und die Minimierung der Nachsorgekosten.

Der ABV ist für die Nachsorge der Deponien in Brüggen, Viersen und Niederkrüchten verantwortlich. Bei Altdeponien entsteht sogenanntes Sickerwasser. Es handelt sich dabei primär um Niederschlagswasser, das in den Deponieköper eintritt und anschließend in Sickerwasserbrunnen gefasst wird. Das gesammelte Sickerwasser wird zu einer Kläranlage transportiert und dort sehr aufwendig aufbereitet.

Um eine Minimierung der Sickerwassermengen an der Deponie Viersen I zu erreichen, soll das bestehende Oberflächenabdichtungssystem mittels einer Kunststoffdichtungsbahn zu einer Kombinationsabdichtung weiterentwickelt werden. Mit dieser Maßnahme soll eine deutliche Minimierung der Sickerwasserbildung erreicht werden, indem kein Niederschlagswasser in den Deponiekörper mehr eintreten kann.

Der Beginn für die Umsetzung der Maßnahme ist für Mitte 2021 geplant.

Der ABV wird im Nachgang über erzielte Erkenntnisse berichten.

Abfallwirtschaft

Abfallwirtschaftskonzept

Das Abfallwirtschaftskonzept des Kreises Viersen wird derzeit überarbeitet, um den umfangreichen gesetzlichen Weiterentwicklungen und den strategischen Ausrichtungen des ABV Rechnung zu tragen.

Abfallbilanz

Einen Überblick über die Abfallmengen im Kreis Viersen erhalten Sie im aktuellen Kreismonitoring. Weiterführende Informationen können Sie auf Anfrage bei der Abfallberatung erhalten.

Alttextilien

Wenn Alttextilien sauber erfasst werden, können sie einer Wiederverwendung oder Verwertung zugeführt werden. Bei unsachgemäßer Entsorgung anderer Abfälle über die Altkleidercontainer wird dieses Ziel verfehlt. Dies wirkt sich langfristig nicht nur auf höhere Abfallgebühren aus, sondern vermindert auch den ökologischen Nutzen der Getrenntsammlung. Was in den Altkleidercontainer darf und was nicht, finden Sie auf der Seite "Entsorgungsstandorte".

Neben der kommunalen Sammlung sind gemeinnützige Altkleidersammlungen möglich. Die dort abgegebenen Altkleider werden in der Regel an Bedürftige verteilt oder an Händler verkauft, um damit die karitativen Aktionen zu finanzieren.

Auch gewerbliche Altkleidersammlungen sind legitim, sofern der Sammler die Sammlung beim Kreis angezeigt hat. Bei illegal aufgestellten Containern fehlt meist die Angabe eines erreichbaren Ansprechpartners. Für Alttextilien, die in illegal aufgestellten Containern entsorgt werden, kann kein geordneter Verwertungsweg garantiert werden. Sollten Ihnen solche Container im Kreisgebiet auffallen, melden Sie dies bitte bei der Abfallberatung.

Postanschrift & Servicezeiten

Postanschrift
Kreis Viersen
- Abfallbetrieb -
Rathausmarkt 3
41747 Viersen
Telefon: +49 (0) 21 62 / 39- 12 21
Telefax: +49 (0) 21 62 / 39- 12 22
E-Mail: abfallbetrieb@kreis-viersen.de
Servicezeiten

Montag bis Freitag von 08:00 bis 17:00 Uhr

Downloads

Dienstleistungen

Kontakt