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Zensus 2022

©Statistische Ämter des Bundes und der Länder, 2020

Alle zehn Jahre wird europaweit der Zensus durchgeführt. Bei der registergestützten Bevölkerungs-, Gebäude- und Wohnungszählung sind die EU-Mitgliedsstaaten zur Planung und Umsetzung der Umfrage veranlasst. Neben den aktuellen Bevölkerungszahlen werden darüber hinaus demografische, sozioökonomische und Daten zur Wohnsituation erhoben. Die dadurch gewonnenen Ergebnisse liefern wichtige Anhaltspunkte für die Politik und Verwaltung auf Kommunal-, Landes-, Bundes- und Europa- Ebene.

Wann findet der Zensus statt?

©Statistische Ämter des Bundes und der Länder, 2020

Aufgrund der Corona-Pandemie wurde der Zensus per Gesetz von 2021 um ein Jahr verschoben. Der Stichtag für die Gebäude-, Wohnungs- und Haushaltszählung ist der 15.05.2022. Bis dahin übertragen die Wohnungseigentümer die erfragten Merkmale. Ab da beginnt zudem die Feldphase der Haushaltsbefragungen. Die Ergebnisse werden voraussichtlich Ende 2023 veröffentlicht.

Wer führt den Zensus durch?

Dieser wird von den Statistischen Ämtern von Bund und Ländern koordiniert. Dabei werden ein einheitliches Vorgehen und die fristgerechte Durchführung sichergestellt. Im Zuge dessen werden in den Städten und Gemeinden Erhebungsstellen eigens für den Zensus gebildet. Sie sind in erster Linie für die Umsetzung der Haushaltsbefragung auf kommunaler Ebene zuständig. Hierfür müssen Erhebungsbeauftragte angeworben, geschult und eingesetzt werden.

Wer wird befragt?

©Statistische Ämter des Bundes und der Länder, 2020

Die Daten werden aus unterschiedlichen Quellen herangezogen. Neben einer postalischen Vollerhebung aus Melderegistereinträgen wird eine Gebäude- und Wohnungszählung vorgenommen, bei der alle Eigentümerinnen und Eigentümer, Verwaltungen und sonstige Verfügungs- und Nutzungsberechtigte Auskunft erteilen müssen. Zusätzlich wird eine Befragung von ca. 10 - 15 % der Bevölkerung in Deutschland durchgeführt. Dadurch soll das registergestützte Verfahren ergänzt und die Ergebnisse verbessert werden, indem mögliche Karteileichen oder Fehlbestände bereinigt werden.

Die zufällig für die Stichprobe ausgewählten Haushalte sind gesetzlich zu einer Auskunft verpflichtet. Zusätzlich dazu werden alle Sonderbereiche (u.a. Wohn- und Gemeinschaftsunterkünfte) vollständig bei der Zählung erhoben. Die Befragungen sollen primär elektronisch von den Auskunftspflichtigen selbst ausgefüllt werden. In Gemeinschaftsunterkünften übernimmt die Einrichtungsleitung die Auskunftspflicht.

Was wird abgefragt?

©Statistische Ämter des Bundes und der Länder, 2020

Es werden zwei Ziele beim Zensus verfolgt. Unter „Ziel-1-Merkmale“ fallen persönliche Informationen, wie Name, Wohnungsstatus, Staatsangehörigkeit oder Familienstand. Darüber hinaus werden bei der Haushaltsbefragung „Ziel-2-Merkmale“ u.a. zum Bildungsstand und Berufstätigkeit ermittelt.

Was passiert mit den Daten und wie sicher sind sie?

©Statistische Ämter des Bundes und der Länder, 2020

Sowohl die Erhebungsstelle als auch der Zensus unterliegen strengen Sicherheitsmaßnahmen. Aus diesem Grund bestehen eine Vielzahl an technischen Datenschutzrichtlinien. Alle eingesetzten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter/Interviewerinnen und Interviewer unterliegen der gesetzlichen Schweigepflicht und der statistischen Geheimhaltungspflicht. Die persönlichen Angaben müssen streng geheim gehalten werden. Durch das Rückspielverbot dürfen ausschließlich anonymisierte beziehungsweise statistisch aufbereitete Daten an statistische Ämter oder andere Institutionen übermittelt werden.

Stellenangebot Erhebungsbeauftragte/r (w/m/d)

Für die Durchführung des Zensus benötigt die Erhebungsstelle des Kreises Viersen für den Zeitraum zwischen dem 15.05.2022 und 07.08.2022 ca. 250 ehrenamtliche Erhebungsbeauftragte. Für den Einsatz wird eine steuer- und sozialversicherungsfreie Aufwandsentschädigung je nach Anzahl und Art der Begehungsfälle gezahlt.

2022 findet in Deutschland der Zensus statt. Es handelt sich hierbei um eine sogenannte Volkszählung, bei der aus unterschiedlichen Quellen aktuelle Zahlen über die Bevölkerungs- und Wohnsituation ermittelt werden. Die Ergebnisse liefern wichtige Anhaltspunkte u. a. für die Infrastrukturplanung, Bemessungsgrundlage für Finanzmittelverteilungen oder Berechnung von Stimmberechtigungen. Allein in Nordrhein-Westfalen müssen dafür Informationen von über 1,4 Millionen Bürgerinnen und Bürgern erhoben und ausgewertet werden. Dabei sind wir auf Ihre tatkräftige Unterstützung angewiesen!

Für die Durchführung der Befragungen von Haushalten und Wohnheimen sucht die Zensus Erhebungsstelle des Kreises Viersen ca. 250 ehrenamtliche Interviewerinnen und Interviewer.

Zu Ihren Aufgaben gehören:
  • Teilnahme an einer Schulung
  • Terminankündigungen und -absprachen mit Auskunftspflichtigen
  • Begehungen der Anschriften vor Ort
  • Persönliche Befragung von ca. 100 bis 150 Auskunftspflichtigen im zugeteilten Erhebungsbezirk (Kreis Viersen)
  • Dokumentation der vor Ort festgestellten Ergebnisse
  • Übergabe von Zugangsdaten zur Online-Selbstauskunft
  • Empfang und Übergabe der Erhebungsunterlagen an die Erhebungsstelle
Diese Voraussetzungen bringen Sie mit:
  • Teilnahme an einer Schulung
  • Mobil und optimaler Weise mit eigenem PKW
  • Vollendung des 18. Lebensjahres
  • telefonische und Schriftliche (per E-Mail) Erreichbarkeit
  • Zuverlässiges, eigenständiges Arbeiten
  • Absolute Vertraulichkeit und Verschwiegenheit
  • Gepflegtes und freundliches Auftreten
  • Gute Deutschkenntnisse in Wort und Schrift
  • Selbstbewusste Kommunikationsweise
  • Kein Interessenkonflikt zu anderen beruflichen Tätigkeiten
  • Orts- und Fremdsprachenkenntnisse von Vorteil
 Das bieten wir Ihnen:
  • Einsatz von Mitte Mai bis Anfang August 2022
  • Zeitliche Flexibilität (Befragungen auch nach Feierabend oder am Wochenende möglich)
  • Ehrenamtliche, steuerfreie Aufwandsentschädigung in Höhe von ca. 1.000 €, je nach Anzahl und Erhebungsgebiet. (Hierbei entsteht kein Beschäftigungsverhältnis zum Kreis Viersen.) 

(Hierbei entsteht kein Beschäftigungsverhältnis zum Kreis Viersen.)

Haben wir Ihr Interesse geweckt? Dann bewerben Sie sich gerne ab sofort bequem über unser Online-Bewerbungsformular. Bewerbungen sind auch per Post an

Kreis Viersen
Zensus Erhebungsstelle
Rathausmarkt 3
41747 Viersen

oder per E-Mail an zensus@kreis-viersen.de möglich.

Häufig gestellte Fragen - FAQs für Erhebungsbeauftragte

Wer kann Erhebungsbeauftragte/r werden?

Alle Personen, die das 18. Lebensjahr vollendet haben und einen Wohnsitz in Deutschland aufweisen. Die Person sollte mit den Daten absolut vertraulich und verschwiegen umgehen. Weiterhin ist die Teilnahme an einer Schulung Pflicht.

Werde ich als Erhebungsbeauftragte/r Bedienstete/r des Kreises Viersen?

Nein, die Erhebungsbeauftragten üben eine ehrenamtliche Tätigkeit aus, für die sie eine Aufwandsentschädigung erhalten. Eine Anstellung beim Kreis Viersen ist damit nicht verbunden.

Wann findet die Erhebung statt?

Der Zensusstichtag ist der 15.05.2022. Die Erhebungen finden daher von Mitte Mai bis Anfang August statt. Grundsätzlich können sich die Erhebungsbeauftragten ihre Termine in diesem Zeitraum frei einteilen.

Wie hoch ist die Aufwandentschädigung?

Es kann von einer Aufwandsentschädigung von ca. 1.000 € ausgegangen werden. Der Betrag variiert jedoch je nach Einsatzorten und Anzahl der Befragungen. Ein Verdienstausfall aufgrund von Krankheit kann nicht berücksichtigt werden.

Ist die Aufwandsentschädigung steuerpflichtig?

Die Aufwandsentschädigung für ehrenamtlich tätige Erhebungsbeauftragte unterliegt nach § 20 Abs. 3 Satz 2 Zensusgesetz 2022 nicht der Besteuerung nach dem Einkommenssteuergesetz.

Werden Fahrtkosten erstattet?

Ja, es wird eine Wegegeldpauschale gezahlt, die sich an der Größe und Fahrtstrecke des zugeteilten Erhebungsgebietes orientiert. Die genaue Höhe steht zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht fest.

Wie viele auskunftspflichtige Personen werden einer Erhebungsbeauftragten oder einem Erhebungsbeauftragten zugeteilt?

Durchschnittlich werden einer/einem Erhebungsbeauftragten 130 Auskunftspflichtige zugeteilt. Die Zuteilung ist abhängig von den örtlichen Gegebenheiten sowie der zeitlichen Verfügbarkeit der/des Erhebungsbeauftragten.

Gibt es wegen der Corona-Pandemie ein Hygienekonzept?

Ja, für die Erhebungsbeauftragten besteht seitens des Statistischen Landesamtes ein Hygienekonzept für die Befragungen. Dieses wird an die aktuelle Lage angepasst. Ungeachtet dessen sind die Coronaschutzverordnung des Landes bzw. Allgemeinverfügungen der Kommunen einzuhalten.
Sollte die pandemiebedingte Situation persönliche Kontakte stark einschränken oder nicht erlauben, ist als Alternative eine telefonische Auskunftserteilung angedacht.

Wie werden die Daten an die Erhebungsstelle übertragen?

Bei Selbstausfüllern wird der Fragebogen von den Auskunftspflichtigen online ausgefüllt und übersendet. Vorbegehungsbögen oder Fragebögen bei Vor-Ort-Befragungen sind in regelmäßigen Abständen in der Erhebungsstelle abzugeben.

Wo werden die Erhebungsbeauftragten eingesetzt?

Jedem/jeder Erhebungsbeauftragten werden bestimmte Erhebungsbezirke zugewiesen. Nach Möglichkeit sollen die Erhebungsbeauftragten die Befragungen wohnortnah durchführen können. Erhebungsbeauftragte dürfen jedoch nicht in derselben oder einer Parallelstraße zum eigenen Wohnort erheben.

Besteht eine Unfallversicherung?

Die Erhebungsbeauftragten sind im Rahmen ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit gesetzlich unfallversichert (§ 2 Abs. 1 Nr. 10a i. V. m. § 8 Abs.1 und 2 SGB VII).

Besteht eine Haftpflichtversicherung?

Ja, die Erhebungsbeauftragten sind in Ausübung ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit haftlichtversichert.

Werden die Aufwandsentschädigungen auf staatliche Leistungen wie Hartz IV, BAföG, Sozialhilfe, EU Rente etc. ganz oder teilweise angerechnet?

Ob und ggf. in welcher Höhe die Aufwandsentschädigung anrechnungsfrei behalten werden kann, ist im Einzelnen bei der zuständigen Leistungsstelle zu erfragen. Braucht man zwingend einen PKW? Nein, der Weg zu den zugeteilten Erhebungsbezirken kann auch anderweitig zurückgelegt werden. Ein PKW wäre für die Einsätze dennoch von Vorteil.

Wann wird die Schulung für EB durchgeführt?

Die Schulungen finden im Frühjahr 2022 statt.

Kontaktdaten der Zensus-Erhebungsstelle

E-Mail: zensus@kreis-viersen.de

Tel.: 02162 39-2700

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