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Lebensmittelhygiene & Verbraucherschutz

Lebensmittelhygiene /Hygieneüberwachung

In allen Betrieben der Lebensmittelwirtschaft (z. B. Metzgereien, Bäckereien, Speisegaststätten, Krankenhäusern, Altenheimen, Supermärkten) werden durch Mitarbeiterinnen/Mitarbeiter des Amtes die Personal- und Betriebshygiene sowie die Verzehrs- und Verkehrsfähigkeit der Lebensmittel überprüft. Die Häufigkeit der amtlichen Kontrollen wird risikoorientiert festgelegt.

Alle Betriebe, die im Kreis Viersen mit Lebensmittel umgehen, haben sich im Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt zu melden.

Auskünfte zum Inhalt der Überwachung und zu Überwachungszeiträumen erteilen Ihnen Ihre Ansprechpartner, die auch bei Verstößen Ihre Anzeigen entgegennehmen.

Verbraucherempfehlungen

Zu verschiedenen Themen in der Lebensmittelhygiene werden Empfehlungen oder weitergehende Informationen herausgegeben, z. B. vom Landesministerium, dem Landesamt für Umwelt, Natur und Verbraucherschutz in NRW, dem Bundesinstitut für Risikobewertung oder dem aid-infodienst.

Allgemeine Anfragen richten Sie bitte an lebensmittelueberwachung@kreis-viersen.de.

Qualitätsmanagement-System für das Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt

Zuverlässigkeit, Verständlichkeit, Durchschaubarkeit, Vergleichbarkeit und Glaubwürdigkeit - dies sind die Grundsätze, die nicht nur wirtschaftliche Betriebe sondern auch Verwaltungen zunehmend zu den Leitgedanken ihres Handelns machen. Das Amt wird sowohl im Rahmen des QM-Systems auditiert als auch innerhalb des landesinternen Auditsystems, garantiert somit einen hohen Qualitätsstandard in sämtlichen Arbeitsabläufen und Angeboten. Die Arbeit ist transparent und nachvollziehbar, und die Qualität der Dienstleistungen für Kunden - also insbesondere für Verbraucher, Landwirte, Tierhalter und Gewerbetreibende - wird stetig verbessert. Die Grundlagen des Qualitätsmanagements sind in einem Handbuch festgehalten.

Schlachttier- und Fleischuntersuchung

Schlachttiere unterliegen vor und nach der Schlachtung einer amtlichen Untersuchung (Schlachttier- und Fleischuntersuchung).

Die beabsichtigte Schlachtung von Säugetieren, Geflügel und Zuchtwild ist mindestens einen Werktag vorher im Fleischhygieneamt (Telefon: 0 21 62 57 11 87) anzumelden. Nur dann ist sichergestellt, dass die amtlichen Untersuchungen einschließlich der Untersuchung auf Trichinen durchgeführt werden können.

Im Rahmen der Fleischuntersuchung werden die geschlachteten Tierkörper in Verdachtsfällen und ansonsten auf der Basis eines Rückstandskontrollplanes zur Untersuchung auf verbotene oder nicht zugelassene Rückstände und Grenzwertüberschreitungen beprobt.

Erlegte Wildschweine müssen auf Trichinen untersucht werden. Diese Untersuchung erfolgt ausschließlich im

Fleischhygieneamt Viersen
Gerberstraße 29 - 33
41748 Viersen
Notschlachtung

Die Schlachttieruntersuchung bei Notschlachtungen außerhalb von Schlachthöfen unterliegt geänderten gesetzlichen Regelungen. Sie darf gemäß Artikel 4 der Delegierten Verordnung (EU) 2019/624 nur noch von amtlichen TierärztInnnen durchgeführt werden. Entsprechend wurde Anhang III Abschnitt I Kapitel VI der Verordnung (EG) Nr. 853/2004 durch die konsolidierte Fassung vom 28.10.2021 geändert.

Nach § 2a der Tierischen Lebensmittelüberwachungs-Verordnung (Tier-LMÜV) können für die Durchführung von Schlachttieruntersuchungen bei Notschlachtungen alle TierärztInnen, die zur Ausübung des tierärztlichen Berufs nach § 2 der Bundes-Tierärzteordnung befugt sind, von der zuständigen Behörde zu amtlichen TierärztInnen ernannt werden.
Bei Tätigkeiten über die Stadt-/Kreisgrenzen hinaus ist die Ernennung von jeder Stadt/jedem Kreis gesondert notwendig; ferner ist die Ernennung personenbezogen, gilt also nicht für alle Mitarbeiter einer Praxis.

TierärztInnen, welche im Kreis Viersen Schlachttieruntersuchungen bei Notschlachtungen durchführen möchten, können einen formlosen Antrag auf Ernennung zum amtlichen Tierarzt zum Zweck der Schlachttieruntersuchung bei Notschlachtungen stellen und diese Tätigkeit ausführen, sobald ihre Ernennung erfolgt ist.

Dabei ist zu beachten, dass sich auch die auszufüllende Veterinärbescheinigung geändert hat, auszustellen ist jeweils eine Veterinärbescheinigung gemäß Muster nach Anhang IV Kapitel 5 der Durchführungsverordnung (EU) 2020//2235. Im Gegensatz zum früher verwendeten Muster gibt es in der Bescheinigung keinen Bereich mehr, der vom Lebensmittelunternehmer ausgefüllt und unterschrieben wird. Die von diesem ausgefüllte und unterschriebene Standarderklärung (Informationen zur Lebensmittelsicherheit) muss jedoch in jedem Fall weiterhin vorliegen.

BSE-Untersuchung

Von über 48 Monate alten notgeschlachteten Rindern werden Gehirnproben amtlich entnommen und im Staatlichen Veterinäruntersuchungsamt in Arnsberg auf das Vorliegen einer BSE-Erkrankung untersucht.

Die sogenannten Risikomaterialien werden bei der Fleischuntersuchung entfernt, blau eingefärbt und separat entsorgt.

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  • 39/3 Verwaltung Veterinärdienst und Lebensmittelüberwachung
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