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Kommunales Integrationszentrum

Der Kreis Viersen hat seit Januar 2017 das Kommunale Integrationszentrum (KI) eingerichtet, das sich für die Integration von geflüchteten Menschen, aber auch für die Verbesserung der Teilhabe und der Chancen aller Menschen mit Zuwanderungsgeschichte einsetzt und sich für ein gutes Zusammenleben aller Menschen im Kreis Viersen geprägt von Respekt und Toleranz engagiert. Angesiedelt ist das KI im Kreissozialamt.

Die Integration von Menschen mit Zuwanderungsgeschichte ist der Grundstein für eine soziale und gerechte, aber auch wirtschaftlich erfolgreiche Gesellschaft und daher für den Kreis Viersen ein wichtiges Anliegen.

Das KI wird durch die Ministerien für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration sowie für Schule und Bildung des Landes NRW gefördert.

Besonders hervorzuheben ist die Bildung, die zum Einen als Schlüssel zur Integration und zur interkulturellen Öffnung gesehen wird. Zum Anderen sind auch die Querschnittsaufgaben in allen gesellschaftlichen Handlungsfeldern ein wichtiges Handlungsfeld des KI´s.

Wenn Sie Fragen zum KI, zu den vorhandenen Angeboten oder allgemein zum Thema Integration haben, nehmen sie Kontakt zu uns auf. 

Frühe Bildung

Der Schwerpunkt der Arbeit in der frühen Bildung liegt in einer durchgängigen Sprachbildung und der Partizipation von Familien. Konkret geht es dabei um eine Beratung der Kindertageseinrichtungen, Fortbildungen und die Entwicklung von Konzepten und Materialien.

In diesem Handlungsfeld werden bedarfsgerechte Informations- und Professionalisierungsangebote für Bildungseinrichtungen und Fachkräfte vorgehalten, wie:

  • mehrsprachige Informations-, Spiel- und Lehrmaterialien,
  • Hintergrundwissen zum Themenkomplex „Zuwanderung und Flucht“,
  • Umgang mit Traumata,
  • Konzepte alltagsintegrierter, mehrsprachiger Sprachbildung.

In mehrsprachigen Griffbereit- und Rucksack-Gruppen erfahren Eltern wie sie mit der Mehrsprachigkeit in der Familie, ihre Kinder auf deren Bildungsweg unterstützen können. Sie lernen die Arbeit der KiTa kennen und bekommen Anregungen, mit ihren Kindern in ihrer Familiensprache zu lernen, zu spielen und zu lesen. Mehrsprachige Elternbegleiterinnen leiten die Gruppen an und bauen Brücken zwischen Familien und Bildungsinstitutionen. Als Experten für die Erziehung ihrer Kinder sind die Eltern die Ansprechpersonen für den Spracherwerb.

Familienzentren, Kindertageseinrichtungen und Vereine, die sich für die Programme interessieren können sich gerne an das Kommunale Integrationszentrum im Kreis Viersen wenden.

Griffbereit digital im Kreis Viersen

April 2020: Alle Kindertagesstätten und Betreuungsangebote wurden im Zuge der Corona-Pandemie geschlossen.

Da die Spielgruppen in den Kitas nicht mehr stattfinden können, wurde das Programm „Griffbereit" weiterentwickelt.
Die Elternbegleiterinnen tauschten sich nun auf digitalem Wege mit den Familien aus und erstellten kurze Videos für die Kinder. In den Videos zeigten sie, wie die Zeit mit den Kindern aktiv gestaltet werden kann, z.B. durch Bewegungs- oder Fingerspiele, Kinderlieder, und Spiel- und Bastelideen.
Eine Zusammenfassung der wichtigsten Ergebnisse im Rahmen des Projektes "Griffbereit digital" finden Sie hier im Video.

 
„Hand in Hand – Gemeinsam durch die Krise: Familien halten zusammen“

Mutmach- und Mitmachaktion für Familien mit Migrationshintergrund

Ob Groß oder Klein – allen fällt es gerade schwer, das Haus möglichst nicht zu verlassen. Damit die Kinder keine Langeweile bekommen, fand in März beim Kommunalen Integrationszentrum des Kreises Viersen eine tolle Mitmach-Aktion für Familien mit und ohne Migrationshintergrund im Kreis Viersen statt: Die Hände der Familienmitglieder als Zeichen des Zusammenhalts während der Corona-Pandemie malen oder basteln. Der eigenen Kreativität sind dabei keine Grenzen gesetzt worden, ob mit dem Pinsel, Stiften oder gebastelt, alles war möglich.

Der Gedanke dabei: Möglichst viele Familien sollen ihren Händen mit bunten Farben malen oder basteln und mit den anderen Familien als Foto teilen.

Ihre Ansprechpartner

Frühe Bildung

Beratung und Unterstützung von Schulen

Die pädagogischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Kommunalen Integrationszentrums unterstützen, fördern und beraten alle Bildungseinrichtungen (Grund-, Haupt-, Real-, Gesamtschulen, Gymnasien, Berufs- und Weiterbildungskollegs, VHS) und am Integrationsprozess beteiligten Akteurinnen und Akteure im Kreis Viersen. Sie entwickeln Konzepte und Projekte interkultureller und durchgängiger Sprachbildung entlang der Bildungskette. Darüber hinaus ermöglichen sie die Vernetzung der Integrationsakteurinnen und -akteure sowie Kooperationen mit Projektanbietern.

Beratungsangebot

  • Beratung und Unterstützung von Schulen, u.a. im Bereich Sprachförderung, DaZ, Mehrsprachigkeit, sprachsensibler Fachunterricht
  • Regelmäßige Lehrernetzwerktreffen als Austauschmöglichkeit für Lehrerinnen und Lehrer rund um das Thema Einwanderung und Schule
  • FerienIntensivTraining (FIT in Deutsch): Ein außerschulisches Angebot zur Förderung der deutschen Sprache zugewanderter Kinder und Jugendlicher in den Ferien
  • Regelmäßige Informations-, und Qualifizierungsveranstaltungen für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im OGS, Lehrerinnen und Lehrer und Ehrenamtler
  • Beratung für interkulturelle Schul- und Unterrichtsentwicklung (BikUS)
  • Beratung im Übergang Schule – Berufskolleg/Weiterbildungskolleg
  • Beratung im Übergang Schule – Beruf
  • Präsenzbibliothek/Bücherkoffer (Didaktik, sprachförderliches Unterrichtsmaterial, DaZ) für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im OGS, Lehrerinnen und Lehrer sowie Ehrenamtler
  • Informationen zur Traumabewältigung von zugewanderten Menschen in Zusammenarbeit mit dem schulpsychologischen Dienst
  • Informationen zu Laien-Sprachmittlern
  • Hilfestellung bei Projektideen

Kommunales Integrationsmanagement (KIM)

Im Rahmen der Teilhabe- und Integrationsstrategie 2030 und des Förderprogramms des Landes NRW freut sich das Kommunale Integrationszentrum (kurz: KI) des Kreises Viersen, Ihnen einen weiteren Service zur Integrationsleistung anbieten zu können.

Das neue Förderprogramm des Landes NRW beinhaltet ab 2020 die flächendeckende Einführung eines Kommunalen Integrationsmanagements (kurz: KIM) in allen Kreisen und kreisfreien Städten in Nordrhein-Westfalen. Durch die Einführung des KIM sollen die Kommunen gestärkt und die intra- und interkommunale Zusammenarbeit gefördert werden. Neuzugewanderte sollen schneller integriert werden, gerade in den Phasen des Rechtskreiswechsels ist ein lückenloser Übergang wichtig. Das KIM beinhaltet eine stärkere Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Ämtern im Sinne von einer kommunalen Koordinierung der örtlichen Migrations- und Integrationsprozesse. In diesem Sinne soll auch die Zusammenarbeit zwischen den Ausländer- und Einbürgerungsbehörden und den Kommunalen Integrationszentren gefördert werden. 

Der Kreis Viersen hat zu Anfang des Jahres 2021 mit der Einführung des kommunalen Integrationsmanagements gestartet. Das KIM ist organisatorisch dem Kreissozialamt angegliedert und damit an das Kommunale Integrationszentrum (KI) angebunden.

Die Serviceleistungen und Aufgaben des Kommunalen Integrationsmanagements sind:

  • Netzwerkunterstützung: Koordinierte (Weiter-) Entwicklung des Integrationsnetzwerks innerhalb und außerhalb der Kommunalverwaltung mit Akteuren wie bspw. Ausländer- und Einbürgerungsbehörden, Jugendämter, Schulamt, Arbeitsagentur und Jobcenter, Strukturen der Familienbildung- und Familienberatung sowie Akteure der Zivilgesellschaft und der Freien Wohlfahrtspflege
  • Case Management: Angebot eines rechtskreisübergreifenden, kommunalen Case Managements für Personen mit Integrationsbedarf. Das Case Management unterstützt bei Fragestellungen und Problemlagen in allen integrationsrelevanten Bereichen und Lebenslagen
  • Ansprechpartner für: Von der Einreise bis hin zur Einbürgerung zu Themen wie gesellschaftliche und rechtliche Erstorientierung, Integration durch Bildung und Arbeit, Unterstützung beim Erlernen der deutschen Sprache sowie Fragen zu Themen wie Wohnen, Gesundheit und weitere alltagsumfassende, integrationsrelevante Bereiche

Nehmen Sie gerne Kontakt zu uns auf:

E-Mail:  kim@kreis-viersen.de oder Telefon: 02162/ 39-2129 

Ehrenamtsstärkung - KOMM-AN NRW

Bei dem Arbeitsfeld „KOMM-AN NRW“ handelt es sich um ein Programm, das seit 2016 vom Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration (MKFFI) des Landes Nordrhein-Westfalen gefördert wird. Es dient der Förderung der Integration von Geflüchteten und Neuzugewanderten in den Kommunen und zur Unterstützung des bürgerschaftlichen Engagements in der Flüchtlingshilfe.

Interessierte Vereine, Organisationen wie auch ehrenamtliche Initiativen können sich für eine Interessenbekundung auf finanzielle Förderung an das Kommunale Integrationszentrum (KI) des Kreises Viersen wenden.

Förderfähig sind sowohl die Renovierung, Ausstattung und der Betrieb von Ankommenstreffpunkten als auch die Begleitung von Flüchtlingen sowie Angebote des Zusammenkommens und der Orientierung. Zudem bietet das Förderprogramm finanzielle Unterstützung bei der Erstellung von Medien sowie der Qualifizierung und dem Austausch von bürgerschaftlich Engagierten.

Somit kann das KI mit Hilfe des Landesprogramms „KOMM-AN NRW“ zum gesamtgesellschaftlichen Zusammenhalt und zur gesellschaftlichen Teilhabe der geflüchteten und neuzugewanderten Menschen beitragen. Zudem ist es ein Ziel, den Bürgerinnen und Bürgern, die sich aktiv in die Arbeit mit Geflüchteten und Neuzugewanderten einbringen, eine entsprechende Wertschätzung zukommen zu lassen.


Integrations-und Freiwilligenagenturen

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Ehrenamtsstärkung - KOMM-AN NRW

Ehrensache

Bürgerschaftliches Engagement ist vielfältig, bunt, spannend und hat viele Gesichter. Einige davon möchten wir Ihnen gerne vorstellen und das Engagement sichtbar machen, das oft im Hintergrund passiert. Vielleicht motiviert es ja auch Sie zum Mitmachen.

Zum Tag des Ehrenamtes (05.12.) haben das Kommunale Integrationszentrum des Kreises Viersen und der Stadt Mönchengladbach, unter der Beteiligung anderer Fachbereiche sowie des Freiwilligen Zentrums Mönchengladbach, die Kampagne zur Wertschätzung des Ehrenamtes „EHRENSACHE“ ins Leben gerufen. Ein Teil dieser Kampagne stellt diese Webgalerie dar.

Ergänzt wird diese um Radiobeiträge, die Anfang des Jahres 2021 auf Welle Niederrhein und Radio 90.1 zu hören waren. Einige Ausschnitte können Sie sich unter den Downloads anhören.

Des Weiteren fuhren in der ersten Jahreshälfte insgesamt vier NEW Busse im Kreis Viersen und in der Stadt Mönchengladbach mit einem großen Dankeschön Plakat durch die Kommunen. Es gab eine große Plakataktion in Kooperation mit der Firma STRÖER. Zudem gab es begehbare Outdoor Ausstellungen in der Stadt Mönchengladbach und im Kreis Viersen. In dem Ortsteil Rheydt wurde eine Rallye mit Fragen rund um das Ehrenamt entwickelt, die über die App "Biparcours" gespielt werden konnte.

Im Oktober fand das zweite Fotoshooting der Kampagne teil. Weitere 24 Ehrenamtliche aus dem Kreis Viersen und der Stadt Mönchengladbach verliehen dem vielfältigen Engagement ein Gesicht und erweitern damit unsere Webgalerie.

Durch ihr freiwilliges Engagement in der Integrationsarbeit, im Sportverein, in der Kirche, in der Politik oder in Kunst und Kultur stärken die Bürgerinnen und Bürger das Miteinander der Menschen. Sie sind Retter, wenn die Not am größten ist, sie bekämpfen Naturkatastrophen, leisten Erste Hilfe oder begleiten Menschen mit Beeinträchtigungen im Alltag. Eines haben die verschiedenen ehrenamtlich Tätigen gemeinsam: Sie alle unterstützen Menschen in ganz unterschiedlichen Lebenssituationen und bereichern den Zusammenhalt der Gesellschaft. Das verdient unseren Respekt und Anerkennung.

Vielen Dank!

Audiobeiträge aus lokalen Rundfunksendern zur Kampagne "Ehrensache"
Titel MP3-Datei
Beitrag der Welle Niederrhein zur Kampagne "Ehrensache"
Beitrag der Welle Niederrhein zur Kampagne "Ehrensache" - Kulturforum Willich e.V.
Beitrag der Welle Niederrhein zur Kampagne "Ehrensache" - Laien-Sprachmittlerin
Beitrag der Welle Niederrhein zur Kampagne "Ehrensache" - Kochen Über den Tellerrand Grefrath
Beitrag der Welle Niederrhein zur Kampagne "Ehrensache" - soziales Engagement in Punkto Kultur
Beitrag der Welle Niederrhein zur Kampagne "Ehrensache" - Holzwerkstatt für Seniorinnen und Senioren

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Ehrensache

Laien-Sprachmittlerpool

Der Laien-Sprachmittlerpool ist ein Angebot des Kommunalen Integrationszentrums (KI) des Kreises Viersen und der Diakonie Krefeld & Viersen, welches durch die Ministerien für Kinder, Familien, Flüchtlinge und Integration (MKFFI) sowie für Schulen und Bildung des Landes Nordrheinwestfalen gefördert wird.

Der Erfolg der Integration von Flüchtlingen und Neuzugewanderten hängt entscheidend von der Überwindung der sprachlichen und kulturellen Barrieren ab. Die Bereitstellung von Laien-Sprachmittlerinnen oder –mittlern ist daher ein zentrales Element aller integrationsrelevanter Aktivitäten, die eine kommunikative und kulturelle Verständigung erreichen soll.

Das Team des Laien-Sprachmittlerpools besteht momentan aus ca. 40 Laien-Sprachmittlerinnen und -mittlern und deckt über 28 Sprachen ab.

Der Laien-Sprachmittlerpool wird für folgende Zielgruppen im gesamten Kreisgebiet kostenlos angeboten:

  • gemeinnützige Einrichtungen,
  • kommunale Behörden,
  • Kindertagesstätten, Kindergärten, Schulen,
  • Hochschulen, Berufskollegs und Weiterbildungseinrichtungen,
  • Einrichtungen des Sozial- und Integrationsbereiches und Beratungsstellen.

Der Laien-Sprachmittlerpool kann nicht angeboten werden für:

  • Aufträge von Privatpersonen,
  • Aufträge von anderen Privateinrichtungen,
  • Gespräche mit Rechtsfolgen (z.B. bei Rechtsanwälten, der Polizei, oder ärztlichen Untersuchungen),
  • Aufträge von Bildungseinrichtungen zur Ermittlung von sonderpädagogischen Unterstützungsbedarfen (z.B. AOSF-Verfahren).

Weitere Informationen entnehmen Sie bitte dem beigefügten Faltblatt sowie dem Dokument „Informationen zum Laien-Sprachmittlerpool“.

Laien-Sprachmittlerinnen und -Sprachmittler gesucht!

Wollen auch Sie ein Teil des Laien-Sprachmittlerpools werden?

Dann nehmen Sie Kontakt mit

Frau Angeliki Asimakopoulou
Tel.: 02162 - 2662126
E-Mail: angeliki-asimakopoulou@diakonie-krefeld-viersen.de

auf.

Wir freuen uns auf Sie!

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Laien-Sprachmittlerpool

Gesundheit, Pflege, Sport, Migrantenselbstorganisationen

Gesundheit, Pflege und Sport 

Im Gesundheitsbereich unterstützt das Kommunale Integrationszentrum Akteure dabei Zugangsbarrieren abzubauen und sich interkulturell aufzustellen. Zugangsbarrieren sind zum Beispiel Sprachbarrieren, unzureichende Kenntnisse des deutschen Gesundheitssystems, aber auch kulturelle Aspekte: Bedürfnisse in der Pflege können von den Menschen ohne Migrationshintergrund abweichen, Krankheitssymptome werden kulturell unterschiedlich beschrieben, was zu Missverständnissen führen kann. 

Der Bereich Sport ist nicht nur für die Gesundheitsprävention wichtig: Menschen mit unterschiedlichen kulturellen Hintergründen kommen zusammen und entwickeln Teamgeist durch den gemeinsamen Spaß an Bewegung. Wo Teamgeist das Miteinander prägt, ist die Verbesserung der deutschen Sprachkenntnisse ein willkommener Nebeneffekt.

Migrantenselbstorganisationen

Migrantenselbstorganisationen sind wichtige Partner bei der Gestaltung interkulturellen Zusammenlebens. Darum steht das Kommunale Integrationszentrum im engen Kontakt mit diesen, um auf die Bedürfnisse und Interessen von Menschen mit Migrationshintergrund eingehen zu können. Das Kommunale Integrationszentrum unterstützt Migrantenselbstorganisationen dabei Brücken zwischen der Lebenswelt der Menschen mit Migrationshintergrund und der Ankunftsgesellschaft zu bauen.

Koordinierungsstelle Extremismusprävention (KoEx)

(Bild: beeboys – stock.adobe.com)

Wir leben in einer multikulturellen Gesellschaft. Das Kommunale Integrationszentrum des Kreises Viersen setzt sich für die Schaffung eines gesellschaftlichen Klimas ein, in dem ein interkulturelles Miteinander Normalität ist. Dieses ist nur möglich, wenn Menschen vorurteilsfrei und wertschätzend aufeinander zugehen können.

Extremismus ist gekennzeichnet durch die Ablehnung einer vielfältigen Gesellschaft und basiert auf Vorurteilen gegenüber anderen Lebensweisen. Extremismus findet sich sogar in der Mitte der Gesellschaft, wenn Menschen anderer Herkunft, Kultur oder Religion abgewertet werden. Ein interkulturelles Zusammenleben gelingt nur durch den Abbau von Vorurteilen und der Anerkennung unterschiedlicher Lebensentwürfe. Aus diesem Grund widmet sich die zum Kommunalen Integrationszentrum gehörende Koordinierungsstelle Extremismusprävention (KoEx) der Stärkung eines selbstbewussten und toleranten Miteinanders und der Information über Extremismusformen.

Die Beratung und Vernetzung unserer Kooperationspartner ist dabei wesentliche Aufgabe von KoEx. KoEx unterstützt, interkulturelle Qualifizierung, Durchführung von Fachveranstaltungen oder Projekten. Ein Arbeitsbereich ist die Koordination des Schulnetzwerks „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“, welchem sich bereits viele Schulen im Kreis schulformübergreifend angeschlossen haben.

KoEx befasst sich mit diesen drei Themenblöcken:

  • Sensibilisierung für unterschiedliche Ausgrenzungs- und Abwertungsformen, sei es Antisemitismus oder Rassismus, Formen des Extremismus, sei dieser politisch oder religiös,
  • Die Schaffung interkultureller Begegnungsmöglichkeiten, die zu Perspektivwechseln einladen,
  • Durch Dialog und Vernetzung den gesellschaftlichen Zusammenhalt weiter vorantreiben und gemeinsam Verantwortung für die Gestaltung unserer von Vielfalt geprägten Gesellschaft übernehmen.

Integreat-App: Neues Angebot für neuzugewanderte Menschen im Kreis Viersen

In Zusammenarbeit mit den kreisangehörigen Städten und Gemeinden hat das Kommunale Integrationszentrum des Kreises Viersen lokale Informationen für neu in den Kreis zugewanderte Menschen in der Integreat-App gebündelt.

Die Integreat-App bietet eine zentrale und mehrsprachige Sammlung von Informationen zu migrationsrelevanten Themen, Behörden, Beratungsstellen und Integrationsangeboten vor Ort. Sie richtet sich sowohl an zugewanderte Menschen als auch an verschiedene Akteure der Integrationsarbeit. Neuzugewanderte unterstützt die App dabei, sich nach ihrer Ankunft in Deutschland einen ersten Überblick über die Strukturen vor Ort zu verschaffen und mit der neuen Situation umzugehen. Zudem erleichtert die App durch Schnittstellen zu Lehrstellen- und Praktikumsbörsen von Industrie- und Handelskammer (IHK) und Handwerkskammer (HWK) den Zugang zum lokalen Arbeitsmarkt.

Die App ist online und offline nutzbar und bietet neben einer Exportfunktion die Möglichkeit, sich über Neuigkeiten oder Veranstaltungen per Push-Benachrichtigung informieren zu lassen. Alle Inhalte liegen in zwölf Sprachen vor.
 

©Tür an Tür – Digitalfabrik gGmbH

Entwickelt wurde die mehrfach preisgekrönte Integreat-App von der „Tür an Tür – Digitalfabrik“ in Zusammenarbeit mit dem Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik der TU München. Die App wird inzwischen in mehr als 60 Kommunen bundesweit erfolgreich eingesetzt.

Die Integreat-App steht in App-Stores oder unter https://integreat-app.de/ zum kostenfreien Download zur Verfügung.

Bei Fragen und Anregungen nehmen Sie gerne Kontakt zu uns auf - E-Mail: integreat@kreis-viersen.de

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