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Pflege

Der Kreis Viersen hat seit mehreren Jahren eine langfristig angelegte und vorausschauende Pflegeplanung etabliert. Dieser Prozess begann mit der Erstellung von Planungsgrundlagen im Dezember 2006 sowie dem ersten Pflegegutachten 2008 und wurde mit der anschließenden Umsetzung der Pflegeplanung in mehreren Phasen fortgesetzt. Dieser umfangreiche Bericht, der erweiterte Themenschwerpunkte umfasst und weitreichende Zukunftsprognosen für den Pflegebereich wagt, soll stetig in einem Zyklus von 5 Jahren angepasst und aktualisiert werden. 2015 erschien die erste als verbindlich beschlossene Pflegeplanung unter dem Titel "Kommunale Pflegeplanung im Kreis Viersen 2015". Die Aufgabe der kommunalen Pflegeplanung ist es, regelmäßig über den pflegerischen Versorgungsstand, die Versorgungsstruktur und deren Entwicklung im Kreisgebiet zu informieren.

Eine regelmäßige Überarbeitung dieser verbindlichen Pflegeplanung erfolgt entsprechend der Maßgabe des § 7 Abs. 6 Alten- und Pflegegesetz Nordrhein-Westfalen (APG NRW) jährlich und zukunftsorientiert, um Entwicklungen aufzuzeigen und zu entscheiden, ob die getroffenen Maßnahmenempfehlungen umgesetzt wurden oder ob diese überhaupt noch zutreffend sind.

Die jährlichen Aktualisierungen nehmen nicht nur Bezug auf die 9 Städte und Gemeinden des Kreises, sondern auf insgesamt 29 festgelegte Sozialräume. Die Pflegeplanung gibt durch die (auch zukünftig erscheinenden) Berichte der "Kommunalen Pflegeplanung im Kreis Viersen" den sozialpolitischen Akteuren und den Trägern von pflegebezogenen Angeboten ein Instrument an die Hand, das als Hilfsmittel bei der Auswahl von strategischen, politischen und versorgungsrelevanten Entscheidungen dienen soll.

Insbesondere vor dem Hintergrund des demografischen Wandels sollte der Kreis Viersen sein Pflegeangebot an den Bedürfnissen der Pflegebedürftigen orientieren.

Für die stetig wachsende Gruppe der Senioren gilt es, den Verbleib in der eigenen Wohnung zu sichern ("ambulant vor stationär") und ein Leben im sozialen Umfeld sowie die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu gewährleisten (siehe Kapitel 2).

Fragen und Anregungen zur Pflegeplanung und den verschiedenen Berichten unter Tel. 02162/39-1602 oder E-Mail: sozialamt@kreis-viersen.de.

Die Seniorenberater Ihrer Stadt- oder Gemeindeverwaltung informieren Sie gerne über Unterstützungsmöglichkeiten in den Bereichen Haushaltsführung, pflegerische Versorgung, finanzielle Absicherung oder soziale Kontakte. Sie beraten zu Pflegekassenangelegenheiten, Betreuungsmöglichkeiten und Hilfen für pflegende Angehörige. Ihre persönliche Situation und Ihre Wünsche werden dabei mit einbezogen.

Die Beratung ist grundsätzlich kostenfrei und vertraulich.

Rufen Sie die Seniorenberatung Ihrer Stadt- oder Gemeindeverwaltung an und vereinbaren Sie einen Gesprächstermin.

Dauerpflege / Stationäre Pflege

Sie streben auf Dauer den Einzug in ein Pflegeheim an? Sie können diese Kosten nicht oder nicht auf Dauer aus eigenen Mitteln bestreiten? Sie wohnen im Kreis Viersen?

Haben Sie eine Kostenzusicherung Ihrer Pflegekasse und eine Beratungsbescheinigung der kommunalen Senioren- und Pflegeberatung (für Pflegestufe Null und I zwingend; Pflegestufe II und III freiwillig)?

Das Sozialamt kann Ihnen helfen. Bürgerinnen und Bürger der Stadt Viersen wenden sich direkt ans Kreissozialamt, ansonsten sind die Sozialämter vor Ort für Sie zuständig.

Zur Deckung der Heimpflegekosten hat der Heimbewohner sein Einkommen und Vermögen einzusetzen. Reicht dies nicht aus, wird Sozialhilfe gewährt, dann ist die Leistungsfähigkeit evtl. unterhaltspflichtiger Personen (Verwandte) zu prüfen.

Kurzzeitpflege / Stationäre Pflege

Kann die häusliche Pflege zeitweise nicht, noch nicht oder nicht im erforderlichen Umfang erbracht werden und reicht auch teilstationäre Pflege nicht aus, besteht Anspruch auf Pflege in einer vollstationären Einrichtung.

Dies gilt:

  • für eine Übergangszeit im Anschluss an eine stationäre Behandlung des Pflegebedürftigen
  • in sonstigen Krisensituationen, in denen vorübergehend häusliche oder teilstationäre Pflege nicht möglich oder nicht ausreichend ist.

Vorrangig zuständig ist die Pflegekasse, die Aufwendungen bis zu einem Gesamtbetrag von 1550,00 € im Kalenderjahr übernimmt.

Stationäre Kurzzeitpflege wird in eigens hierfür ausgewiesenen Einrichtungen aber auch in einigen vollstationären Einrichtungen angeboten.

Bei Fragen zur Finanzierung der Kurzzeitpflege können Ihnen die Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner für die einzelnen Einrichtungen im Kreis Viersen weiter helfen.

Tagespflege / Teilstationäre Pflege

Neben der ambulanten und vollstationären Pflege ist die Tagespflege die dritte Säule im Versorgungsangebot für pflegebedürftige Menschen. Dem Pflegebedürftigen bietet sie die Möglichkeit, weiterhin zu Hause zu wohnen, wenn während des Tages die Versorgung nicht ausreichend gesichert ist. Die pflegenden Angehörigen werden durch sie tagsüber entlastet.

Vorrangiger Leistungsträger sind die Pflegekassen. Diese übernehmen – abhängig von der Pflegestufe – bis zu 1.510,00 € im Monat. Darüber hinaus gehende Kosten sind aus dem Einkommen und Vermögen des Pflegebedürftigen zu tragen. Reicht dies nicht aus, kann Sozialhilfe in Betracht kommen. Dann ist auch die Leistungsfähigkeit evtl. Unterhaltspflichtiger zu prüfen.

Verhinderungspflege

Ist eine (nicht erwerbsmäßig tätige) Pflegeperson wegen Erholungsurlaub, Krankheit oder aus anderen Gründen an der Pflege gehindert, können die Kosten einer notwendigen Ersatzpflege für längstens vier Wochen übernommen werden. Die Ersatzpflege kann auch in stationären Einrichtungen abgerufen werden.

Vorrangig zuständig ist die Pflegekasse, die Aufwendungen bis zu einem Gesamtbetrag von 1.550,00 € im Kalenderjahr übernimmt.

Stationäre Verhinderungspflege wird in Einrichtungen der Kurzzeitpflege aber auch in einigen vollstationären Einrichtungen angeboten.

Bei Fragen zur Finanzierung der Verhinderungspflege, können Ihnen die Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner für die einzelnen Einrichtungen im Kreis Viersen weiter helfen.

Pflegestützpunkte

Die Pflegestützpunkte wurden von Kranken- und Pflegekassen und den Kommunen eingerichtet, um die Vielzahl der vorhandenen Informationen und Hilfen zu bündeln. Die Mitarbeiter der Pflegestützpunkte beraten Sie situationsspezifisch umfassend und koordinieren bzw. vermitteln Ihnen Hilfen zielgerichtet.

Den kommunalen Pflegestützpunkt können Sie bei den Verwaltungen der Städte und Gemeinden des Kreises Viersen erreichen. Er bietet Ihnen Beratung bei Pflegebedürftigkeit und Ansprechpartner in den Gemeinden.

Ein zweiter Pflegestützpunkt befindet sich in den Räumen der 

AOK-Geschäftsstelle
Von-Loe-Straße 24-26
47906 Kempen
Tel. 02152 9130.

Pflegeüberleitung

Die Mitglieder der Pflegekonferenz für den Kreis Viersen äußerten in ihrer Sitzung am 6. Dezember 2006 Handlungsbedarf für die Erstellung kreiseinheitlicher Pflegeüberleitungsbögen zur Verbesserung der Schnittstellenkooperation aller am Überleitungsprozess beteiligten Professionen und Institutionen. Ziel ist die ganzheitliche, individuell ressourcenorientierte, kontinuierliche und schnelle Versorgung alter und pflegebedürftiger Menschen in ihrer häuslichen Umgebung, dem Krankenhaus, der Rehabilitationseinrichtung, der Tages- oder Kurzzeitpflegeeinrichtung, dem Pflegeheim.

Vorrangige Ziele für die Entwicklung eines einheitlichen Pflegeüberleitungsverfahrens im Kreisgebiet sind die Gewährleistung einer ganzheitlichen Sichtweise des Menschen sowie dessen schnelle und optimale Versorgung. Die Formulare sollen daher den vielfältigen Informationsbedürfnissen aller an der Versorgung beteiligten Institutionen gerecht werden.

Je eine Vertreterin, ein Vertreter der Kassenärztlichen Vereinigung, der Ärztekammer, des Medizinischen Dienstes der Krankenkassen, der Arbeitsgemeinschaften der Krankenhäuser, der Heimleiter, der Pflegedienstleiter und der Wohlfahrtsverbände erarbeiteten in den letzten Monaten die aktuellen Formularvorschläge (Teile 1-5).

Bevor die Formulare in der nächsten Pflegekonferenz im Dezember vorgestellt werden bitten wir, die Mitglieder der Arbeitsgruppe „Pflegeüberleitung" und die Geschäftsstelle der Pflegekonferenz, alle Experten und Praktiker um Ihre Meinung zu den Formularvorschlägen.

Fragen, Anregungen und Kritik zu den Formularen sind nützlich und willkommen. Senden Sie bitte dazu eine E-Mail an sozialamt@kreis-viersen.de Stichwort: Pflegeüberleitung.

Fehlt hier ein Angebot oder gab es Änderungen bei einem hier aufgeführten Angebot? Dann füllen Sie bitte das folgende Formular aus und senden es direkt per E-Mail, Fax oder auf dem Postweg an die

Geschäftsstelle der Pflegekonferenz für den Kreis Viersen
Rathausmarkt 3
41747 Viersen
E-Mail: sozialamt@kreis-viersen.de
Fax: 02162 / 30 1726

Vielen Dank für Ihre Unterstützung!

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